Schöne Dinge jenseits der Massenware

Die MKG-Messe Kunst und Handwerk 2012 positioniert sich in diesem Jahr neu

Seit über 130 Jahren lockt die MKG-Messe Kunst und Handwerk Neugierige an, die Hochkarätiges aus Design und Gestaltung betrachten - und auch kaufen wollen. Dr. Claudia Banz, Leiterin der Abteilung Kunst und Design der Moderne, will die Traditionsmesse, die sich ab dem 23. November erstmals in neuen, größeren Räumen im ersten Stock präsentiert, in diesem Jahr neu positionieren. Banz steht für eine größere Vielfalt der Aussteller, sie will die Messe langfristig hin zum Internationalen öffnen, Positionen des zeitgenössischen Autorendesigns stärker einbeziehen und Nachwuchsdesignern renommierter Hochschulen eine Plattform bieten.

Auch soll es eine stärkere Anbindung der Messe an die Sammlungen des Hauses geben. Damit soll insgesamt das Kunsthandwerk gestärkt werden, das in der Reihe der angewandten Künste eher am unteren Rand residiert, im Unterschied zum stets hoch gehandelten Design. Erneut wird eine für drei Jahre bestimmte Fachjury über den Teilnehmerkreis entscheiden und daraus auch den diesjährigen Träger des mit 7500 Euro dotierten Justus-Brinckmann-Preises küren sowie den mit 1500 Euro dotierten Nachwuchspreis vergeben.

Auf ausgedehnten Reisen zu Messen in aller Welt stieß Claudia Banz auf den Trend des "glocal design", einer Verbindung von lokalem und globalem Design. Solche Impulse aus dem Ausland sollen die Messe zukünftig bereichern und zu einem stärkeren inhaltlichen Austausch anregen. "Wir sind ja ein Museum, kein kommerzieller Veranstalter. Als solches wollen wir auch gesellschaftliche Prozesse abbilden", sagt Claudia Banz. Dazu zählt auch der aktuelle Trend der Neo Crafts, also der Rückkehr zum Haptischen, verbunden mit einem Revival handwerklicher Techniken.

MKG-Messe Kunst und Handwerk 2012 23.11. bis 9.12., Museum für Kunst und Gewerbe, Steintorplatz, Di-So 11.00-18.00, Do 11.00-21.00

( (asti) )