Keine Angst vor dem Assessment-Center

Ein Gespräch mit Johannes Stärk, Autor von "Assessment-Center erfolgreich bestehen"

Ein Gespräch mit Johannes Stärk, Autor von "Assessment-Center erfolgreich bestehen"

Hamburger Abendblatt:

Was ist überhaupt ein Assessment-Center?

Johannes Stärk:

"Beim Assessment-Center handelt es sich um ein Auswahlverfahren, an dem man gemeinsam mit einer Gruppe von Bewerbern teilnimmt und das meist einen ganzen Tag dauert. Jeder Teilnehmer durchläuft verschiedene Stationen mit praktischen Übungen, von denen manche als Gruppenaufgabe und andere als Einzelaufgabe angelegt sind. Bei allen Übungen wird das Verhalten der Bewerber beobachtet und beurteilt.

Gibt es bestimmte Abläufe, wie so ein Tag im Assessment-Center abläuft?

Stärk:

Es gibt bestimmte Übungen, die fast überall zum Einsatz kommen. Zum Beispiel sollte sich der Bewerber darauf vorbereiten, dass er vor einer Gruppe etwas präsentieren muss, sollte auf eine Gruppendiskussion gefasst sein, und auch eine typische Gesprächssituation mit einem Kunden sollte ihm geläufig sein.

Wie kann man sich darauf am besten vorbereiten?

Stärk:

Im Prinzip zuerst einmal genauso wie auf ein Vorstellungsgespräch. Auch hier sollte ich mir im Vorfeld überlegen, warum ich mich ausgerechnet für diese Stelle und dieses Unternehmen interessiere. Dann sollte ich mir schon überlegt haben, wie ich darstellen kann, dass ich dafür gut geeignet bin. Persönlichkeit ist wichtig, Interessen und Hobbys, damit die Personaler eine Vorstellung von der Person bekommen. Darüber hinaus muss man aber auch in der Lage sein, diese Punkte nicht nur im persönlichen Gespräch, sondern auch frei vor einer Gruppe vortragen zu können. Am besten sollte man im Vorfeld eine kurze Selbstpräsentation entwerfen und auch vor Publikum üben.

Worauf zielt die Gruppendiskussion ab?

Stärk:

Die Gruppendiskussion zielt auf die Teamfähigkeit ab und findet üblicherweise mit vier bis acht Bewerbern statt, die eine bestimmte Aufgabenstellung lösen müssen. Ein wichtiger Punkt zum Verhalten ist hier Fair Play, also dass das gemeinsame Ziel im Vordergrund steht. Ganz wichtig ist auch aktiv mitzuarbeiten und eigene Beiträge einzubringen.