Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

seit der bekannte Entertainer Hape Kerkeling vor vier Jahren sein Buch, "Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg" schrieb, ist Pilgern in. Nicht nur in Spanien, sondern zunehmend auch in Norddeutschland. Menschen machen sich auf, gehen auf alten Wegen von Hamburg, Lübeck oder Wismar aus, suchen alleine oder in einer Gruppe die spirituelle Erfahrung. Nicht umsonst hat Hamburg inzwischen mit Bernd Lohse einen Pilgerpastor, der regelmäßig Touren rund um die Hansestadt anbietet.

Wer pilgert, kann Glück erfahren, aber oft ist der Weg auch beschwerlich. Deswegen braucht ein Pilger Plätze, an denen er abends willkommen ist und neben einem warmen Bett und einer Mahlzeit auch Zuspruch findet.

Solch ein Ort ist die Pilgerherberge Kloster Tempzin, 40 Kilometer südlich von Wismar. Sie ist eine der ältesten Pilgerherbergen Norddeutschlands. Dort empfangen Pastor Joachim und Magdalene Anders Pilger als Herbergseltern, aber auch als Seelsorger, Reisebegleiter, Mutmacher und Prediger. Sie sind eine Konstante, während um sie herum immer wieder Menschen kommen und gehen. Viele kommen wieder.

Das Paar hat selber einen langen Weg hinter sich, bis es diesen verwunschenen, idyllischen Ort gefunden hat. Von ihm und von berührenden Begegnungen der beiden mit ganz unterschiedlichen Pilgern erzählt unser Autor Jan Haarmeyer. Vielleicht weckt unser Schwerpunkt in Ihnen die Lust, sich selber einmal auf den Weg zu machen.

Neue Wege gehen häufig auch pubertierende Jugendliche. Sie wollen Distanz zu den Eltern, suchen nach einem Halt außerhalb der Familie. Den finden sie in christlichen Jugendgruppen und schließen sich ihnen häufig mit missionarischem Eifer an. Warum das ihrer Entwicklung richtig gut tut, erklärt Diakon Siegmar Grapentin auf der letzten Seite.

Einen wunderbaren Sommer wünscht Ihnen

Ihre Sabine Tesche