Richtig Filme machen oder der Traum von Hollywood

| Lesedauer: 2 Minuten
Christian Gärtner, 9b, Marion-Dönhoff-Gymnasium

Bei Jugendfilm e. V. lernt man Kameraführung und Produktion

"Ton? ... läuft, Kamera? ... läuft, Klappe? ... Szene eins, Take zwei und Action!" So oder ähnlich beginnen meistens unsere Filmaufnahmen.

Seitdem ich vor zwei Jahren zum ersten Mal im Rahmen des Hamburger Ferienpasses an einem Workshop bei Jugendfilm e. V. teilgenommen habe, ist die Produktion von Filmen zu meiner großen Leidenschaft geworden. Jugendfilm e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der Filmprojekte mit Kindern und Jugendlichen realisiert, um ihre Medienbildung, ihre Kreativität, ihr Verantwortungsbewusstsein, ihre Selbstständigkeit, ihre künstlerischen und sozialen Kompetenzen zu stärken.

Bei solchen Workshops, die von Hamburger Filmprofis geleitet werden, lernt man die Grundlagen der Filmproduktion, angefangen bei der Drehbuchentwicklung über Kameraführung bis hin zur sogenannten Post, der Filmnachbearbeitung.

Mein Eindruck ist, dass es den meisten Kindern und Jugendlichen, die bei diesen Workshops mitmachen, um die Schauspielerei geht, sie stehen einfach gern vor der Kamera. Ich stehe viel lieber dahinter und gebe Regieanweisungen, auch die Nachbearbeitung des Films macht mir großen Spaß.

Meine Eltern wissen schon, dass sie keine Ferienreise buchen müssen, die innerhalb der Workshop-Zeit liegt.

Zum Glück ist auch unsere Schule offen für die Filmproduktion. Inzwischen habe ich auch schon während einer Projektwoche einen Filmkurs angeleitet.

Außerdem hat unsere Klasse bei "Be smart, don't start" teilgenommen, eine Initiative, um Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Bei diesem Projekt haben ein Freund und ich einen Film produziert. Dieser Film wurde beim "move@more"-Kurzfilmfestival nicht nur mit dem Publikumspreis ausgezeichnet, sondern gewann auch den Preis als bester Film seines Genres.

Mein größter Traum ist es, einmal im Bereich der Filmindustrie zu arbeiten, auch wenn mir ein Kameramann erzählt hat, dass die Chancen dafür nicht so gut stehen. Am liebsten würde ich natürlich einmal als Filmregisseur in Hollywood arbeiten. Man darf ja wohl auch träumen?

Infos: www.jugenfilm-ev.de