Liebe Leserinnen, liebe Leser,

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Wie viele Kollegen kennen Sie, die morgens gut gelaunt und pfeifend zur Arbeit gehen, weil sie Spaß an ihr haben? Zwei, einen oder vielleicht gar keinen? Das wäre traurig, entspräche aber dem Trend einer Studie, die das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen 2011 durchgeführt hat. Danach haben Deutschlands Arbeitnehmer immer weniger Freude an ihrem Job. Es sind vor allem die über 50-Jährigen, die die Lust an ihrer Arbeit verlieren. Gründe sind laut Wissenschaftler der größere Stress, geringe Lohnsteigerungen und Zukunftsängste. Gerade letzteres ist angesichts der Finanzkrise in Europa sehr verständlich.

Aber ist nicht irgendwie auch "in", über den eigenen Job zu klagen? Verlangen wir vielleicht manchmal zu viel von ihm oder tun uns unnötig schwer mit internen Umstrukturierungen? Menschen suchen den Lebenssinn in ihrem Beruf, aber kann man den nicht auch im privaten Umfeld finden? Fest steht, dass jammern nichts bringt und langfristig sogar in die Depression führen kann. Eine Lösung kann Veränderung bedeuten - innerhalb oder außerhalb der Firma. Oder man muss sich zusammenreißen und einfach weiter machen - zu dieser Schlussfolgerung kommt jedenfalls unsere Autorin Ursula Ott in ihrem Essay über die Sinnkrise in der Arbeitswelt. Mit unserem Titelthema wollen wir auch einen Kontrapunkt zum negativen Trend setzen und haben Menschen gefunden, die ihren Job lieben. Zwei haben mutige Entscheidungen getroffen, die andere hat eine positive Grundeinstellung.

Mehr Mut wünscht auch Sportwissenschaftler Ivo Hoin Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder. Denn viele Knirpse haben kaum mehr Zeit übrig, sich eigene Freiräume zu erobern. Ihr Alltag ist durchgeplant, viele werden zu Stubenhockern, weil sie in ihrem Bewegungsdrang gehemmt werden. Wie Eltern dem entgegensteuern können steht auf Seite 12. Viel Freude beim Lesen!

Ihre Sabine Tesche