Die Ordnung gerät schon mal aus den Fugen

Ein turbulentes Geburtstagskonzert für den Familienvater Johann Sebastian Bach

Zwei Ehen mit insgesamt 20 Kindern, von denen zehn überlebten und fünf Musiker wurden, dazu ein Vetter und eine Schwägerin plus zeitweise im Hause wohnende Schüler. Man kann sich vorstellen, dass es bei Johann Sebastian Bach zuweilen laut und lebhaft zuging. Zum 327. Geburtstag des Komponisten haben sich die Hamburger Camerata, die Staatliche Jugendmusikschule, der Landesmusikrat und das Klingende Museum für einen szenisch-musikalischen Nachmittag zusammengetan. Die Rhythmik-Klassen von Maike Spieker, das Kinderstreichorchester Saitenspiel unter der Leitung von Marianne Petersen, der Pantomime Arnold Sarajinski und Moderator und Regisseur Andreas Peer Kähler erzählen vom alltäglichen Wahnsinn im Musikerhaus. So sorgen durchs Haus jagende Kontrapunkte, "spielende" Kinder und ein tobender Tanzmeister dafür, dass die wohlbestallte Ordnung "den Bach hinuntergeht".

Der große Barockkomponist hatte sein erstes Geld aber auch als Leiter eines Kinderchores verdient und als Kantor in Leipzig mit den Schülern der Thomasschule für die Gottesdienste geübt und musiziert. Anzunehmen also, dass sein pädagogischer Sinn die aus der Fuge geratene Ordnung wiederherstellen kann.

Happy Birthday Bach 25.3., 15.00, Laeiszhalle. Karten unter T. 45 33 26

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