Papa Haydn geht nach Tschechien

Die Symphoniker bitten zur "2. VielHarmonie" in die Laeiszhalle

Das Wort "Harmonie", so kann man im Lexikon nachschlagen, stammt vom griechischen "harmonia" - es bedeutet so viel wie "zusammenfügen" oder die "Vereinigung von Gegensätzen zu einem Ganzen". Für das Programm, das die Hamburger Symphoniker für das zweite Konzert ihrer Reihe "VielHarmonie" zusammengestellt haben, passt diese Erklärung bestens.

Zum einen hat man hier zwei Komponisten vereint, deren Geburtstage 158 Jahre auseinanderliegen: den launigen "Papa" Haydn und den spöttisch-eleganten Tschechen Bohuslav Martinu. Zum anderen wählte man von den zeitlich weit entfernten, aber durch ihren Sinn für Humor verbundenen Komponisten zwei ähnliche Werke, in denen die Kunst des Zusammenspiels auf eine besondere Probe gestellt wird: Haydns Sinfonia concertante B-Dur op. 84 Hob. I:105 für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester und Martinus Sinfonia concertante für dieselbe Besetzung stehen im Mittelpunkt des Abends. Beide Werke geben vor allem den Musikern der Hamburger Symphoniker, die in dieser Melange aus Sinfonie, Kammermusik und Konzert auch die Soloparts übernehmen, Gelegenheit, ihr Können zu zeigen.

Dirigent des Abends ist Paul Daniel, "Commander of the Order of the British Empire" und Chef des West Australian Symphony Orchestra, der die Symphoniker außerdem noch bei einer Ouvertüre von Martinu und Haydns Sinfonie Nr. 88 G-Dur Hob I:88 leiten wird. Und da auch das Wort "Sinfonie" vom griechischen "sýmphonos" kommt, welches "zusammenklingend" oder "harmonisch" bedeutet, geht mehr Harmonie als bei dieser VielHarmonie nun wirklich nicht.

2. VielHarmonie 4.4., 19.30, Laeiszhalle. Karten unter T. 44 02 98

( (ist) )