Ganzkörpermasken

Das MKG eröffnet Moderne-Abteilung mit Performance

Das Maskentänzerpaar Lavinia Schulz und Walter Holdt gehörte Anfang des vorigen Jahrhunderts zu den Pionieren des deutschen Ausdruckstanzes. Es beeinflusste in den 20er-Jahren die innovative Hamburger Kunstszene, verband Tanz mit bildender Kunst und schuf Choreografien zu Kompositionen von Hans Heinz Stuckenschmidt. Seine Auftritte in grotesken Ganzkörpermasken zählten zu den Höhepunkten der legendären Feste im Curio-Haus.

Das umfangreiche Werk, vor allem die Ganzkörpermasken der beiden Künstler, die 1924 freiwillig aus dem Leben schieden, wurde 1988 im Museum für Kunst und Gewerbe entdeckt und ist nun eine Attraktion der neuen Abteilung für klassische Moderne, die das MKG am 18. Februar eröffnet. Kuratorin Claudia Banz und Frank Böhme (HfMT) entwickeln eine Performance mit 35 Studierenden der Musikhochschule und der Modedesignabteilung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, inspiriert durch die Masken. Sie befragen aus heutiger Perspektive die damals bahnbrechenden Arbeiten der Künstler. An zwei Tagen ist die Collage aus Tanz, Texten, Musik, Lichtinstallationen und Modeentwürfen zu sehen.

Performance 18. u. 19.2., jeweils 12.00-14.00 sowie 15.00-17.00, Museum für Kunst und Gewerbe

( (-itz) )