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Auf Fotoexkursion in Barmbek gehen und Spannendes im Stadtteil mit der Kamera einfangen.

Das alte rote Barmbek - gemeint war damit der Industrie- und Arbeiterstadtteil, in dem mehrheitlich links gewählt wurde - ist Geschichte. Das rote Barmbek von heute entstand anstelle der in den Bombennächten von 1943 zerstörten Gründerzeitbauten: straßenweise schlichte Backsteinhäuserzeilen. Langweilig, sagen viele. Nach Barmbek verirren sich wenige Touristen. Und selbst Hamburger steigen oft nur am U- und S-Bahn-Knotenpunkt um, ohne je einen Fuß auf die Fuhlsbüttler Straße zu setzen. Dabei hat der Stadtteil einiges zu bieten: städtische Oasen, Kulturleben, Industrieromantik.

Der Fotograf Michael Sauerweier lädt alle, die nordöstlich von Winterhude nur einen weißen Fleck auf dem inneren Stadtplan haben, dazu ein, sich ein eigenes Bild von einem guten Stück Hamburg zu machen.

Das erste Fotomotiv liegt gleich neben dem Museum der Arbeit auf dem Pflaster und wirft einen gewaltigen Schatten voraus: TRUDE, einer der größten Bohrköpfe der Welt. In gut zwei Jahren hat er sich unter der Elbe durchgefressen und so die vierte Elbtunnelröhre gegraben. Das technische Denkmal passt vor die ehemalige New-York-Hamburger Gummiwaaren-Compagnie.

Gummiprodukte, Schiffe, Zeitungen - was immer in der Hansestadt produziert wurde, Barmbeker haben Hand angelegt.

Direkt hinter dem Museum glitzert der Osterbekkanal und steht mit seinem industriellen Charme Londoner Kanälen in nichts nach. Jede Szenerie auf den Stadtteilexkursionen wird mit anderen fotografischen Mitteln eingefangen, ist Teil einer neuen Bildaufgabe. In der Gesamtschau wird sichtbar werden, was Barmbek ausmacht. Und warum es sich lohnt, wiederzukommen.


1270MNN01, 81 Euro, 5 Term., 18 U.-Std., Do., 28.5. / 25.6., 18.15-20.30 Uhr, Do., 2.7., 18.15-21.15 Uhr sowie Sa., 6.6. / 13.6., 13-16 Uhr, Treffpunkt VHS-Zentrum Nord, Poppenhusenstr. 12