Farbige Gegenwelten

Die Hamburger Malerin Monika Michalko im Kunsthaus

Kuppeln, Tropfen, Girlanden, Kreise - Monika Michalkos Malerei schöpft aus dem Formenschatz der Volkskunst. Naiv wirken die Bilder nie. Durch Übermalungen und Lasuren entwickeln sie eine Tiefe, die bei aller Pracht der Farbigkeit fast unheimlich wirkt. Außerdem beschränkt sie sich nicht auf Farbe und Leinwand. Ihre Erfindungen greifen auf die Wände über oder finden im genähten Wandteppich eine veränderte Ausdrucksform.

In der Barlach-Halle des Hamburger Kunsthauses hat die Hamburger Künstlerin jetzt ein dichtes, farbiges Raumensemble aus Bildern, Wandmalereien und Stoffen geschaffen. Die Schau "Monika Michalko. Namalovala" führt die Ausstellungsreihe Jugend kulturell Bildende Kunst.Extra der HypoVereinsbank fort, die 1986 ins Leben gerufen wurde und nun zum fünften Mal im Kunsthaus gastiert. Zum künstlerischen Dialog hat Monika Michalko ihren Berliner Kollegen Matthias Dornfeld eingeladen. In dessen Stillleben oder Maskenbildern tritt das Motiv zurück und scheint eher Träger der Malerei selbst zu sein.

Monika Michalko wurde 1982 in Tschechien geboren und studierte von 2003 bis 2009 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg unter anderem bei Norbert Schwontkowski. Ihre Vorliebe für Ornamente und Arabesken führt sie auf ihre Herkunft zurück. Besonders beeindruckt haben sie auch Reisen nach Istanbul oder Kairo. "Namalovala" ist übrigens tschechisch und bedeutet "Sie hat gemalt".

"Monika Michalko. Namalovala - EXTRA: Matthias Dornfeld" 5.6. bis 29.7., Kunsthaus Hamburg, Klosterwall 15, Di-So 11.00-18.00

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