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Siegeszug des Gran Turismo

Die Fahrer des BMW mit Fließheck sind die zufriedensten 3er-Kunden. Jetzt wurde das Modell aufgefrischt

Zwar hatte man sich mit dem 5er GT schon etwas an das Rucksackkonzept gewöhnt, doch blickten trotzdem viele skeptisch nach München, als BMW 2013 neben Limousine, Kombi, Coupé und Cabriolet auch noch den 3er Gran Turismo auf den Markt brachte. Denn zugegeben, eine Schönheit ist die etwas höhere Lasteselvariante mit Fließheck nicht. Doch dem Erfolg schadet das nicht: Der 3er GT übertrifft seine Geschwister sowohl bei der Eroberungsrate als auch bei der Kunden­zufriedenheit. Ab 38.550 Euro steht er nun aufgefrischt beim Händler und soll zukünftig noch mehr Käufer anlocken.

Die Benziner-Palette wurde komplett renoviert

Mit 4,82 Metern ist der Gran Turismo 19 Zentimeter länger als die anderen 3er. Zudem bietet er elf Zentimeter mehr Radstand, was sowohl den Fondgästen als auch dem Kofferraum zugutekommt. Mit 520 bis 1600 Liter ­Ladevolumen schluckt der GT zudem mehr Gepäck als der 3er Touring. Mit der Auffrischung halten neue Materialien im Cockpit, ein paar Chromakzente, frische Dekorhölzer, Leder und Farben Einzug und es kommt die neueste Infotainmentgeneration zum Einsatz. Von außen ist der neue 3er GT an den Scheinwerfern mit serienmäßiger LED-Technik und überarbeiteten Rückleuchten zu erkennen.

Während von den fünf Dieseln (150 PS bis 313 PS) vier schon im alten GT erhältlich waren, debütiert mit der Auffrischung nun der neue 325d mit 224 PS, der um sechs Pferdestärken zugelegt hat, dafür aber rund einen halben Liter Diesel weniger pro 100 Kilometer konsumieren soll. Außerdem steht der 25d nicht mehr in Kombination mit dem Sechsganggetriebe zur Wahl, sondern kommt zum Preis von mindestens 47.100 Euro serienmäßig mit Achtgangautomatik vorgefahren.

Komplett renoviert wurde die Benzinerpalette: Der 320i leistet weiterhin 184 PS, wurde aber sparsamer (6,1 Liter), der 330i ersetzt den 328i und bringt neben dem geringeren Verbrauch (5,9 Liter) auch noch mehr Leistung mit (252 PS). Letzteres gilt auch für das Topmodell, den einzig verfügbaren Sechszylinder-Otto, der als 340i auf 326 PS (plus 20 PS) zurückgreifen kann und mit einem Normverbrauch von sieben Litern mehr als einen Liter sparsamer geworden ist.

Geschmeidig und gleichmäßig gibt der Reihensechser seine Kraft ab und bringt den rund 1,8 Tonnen schweren 3er GT mit spielerischer Leichtigkeit in Fahrt. 5,1 Sekunden vergehen, bis der BMW auf Landstraßentempo gebracht ist, und auch danach glänzt das gleichermaßen laufruhige wie elastische Aggregat mit ordentlichem Durchzug.

Der Topbenziner kostet mindestens 51.950 Euro. Wer die Allradtechnik xDrive an Bord haben will, muss noch einmal 2500 Euro drauflegen. Serienmäßig als 4WD-Modell fährt nur der große Sechszylinderdiesel 335d für 55.650 Euro vor. Außer dem neuen 325d und dem 318d können aber alle anderen Motoren damit optional ausgerüstet werden – wie auch mit der ganzen, aus den anderen 3ern bekannten Armada an Extras.