Japaner bringen einen Super-Akku auf den Markt

600 Kilometer Reichweite sollen Elektroautos mit der neuartigen Batterie zurücklegen

Einen neuen Super-Akku glauben die Japaner entwickelt zu haben, der Batterieautos zu Reichweiten um die 600 Kilometer verhelfen könnte, rechnet der Blog Electric-Vehicles.com vor. Bislang kommen E-Autos oft nicht weiter als 100 Kilometer. Und wenn es im Winter kalt wird, halbieren sich die mit einer kompletten Stromladung möglichen Strecken schnell, denn Eiseskälte ist der Feind der Kraftspeicher.

50 Kilometer – die schaffte vor knapp 30 Jahren schon der Golf I City Stromer. Das Beispiel zeigt, wie langsam die Entwicklung der Zellen zur Stromspeicherung vonstatten geht. Den Durchbruch will Sekisui Chemical mit einem Verfahren geschafft haben, das zur Speicherung auf eine spezielle Silizium-Legierung setzt.

Doch offenbar haben die Japaner noch mehr in petto: Denn neben dem technologischen Quantensprung verkündet Sekisui Chemical auch kräftig an der Kostenschraube drehen zu können, was Verbraucher verstärkt zum Kauf eines Elektroautos bewegen würde. Das Unternehmen verspricht die Kosten pro Kilowattstunde durch die neue Bauweise um fast zwei Drittel (60 Prozent) senken zu können. Damit würde eine Batterie für ein Elektroauto nicht mehr rund 15.000 Euro, sondern 6000 Euro kosten. Die Folge: Die Stromer könnten zu Preisen wie Autos mit Diesel oder sogar Benzinmotor angeboten werden. Laut „Japanmarkt Online“ plant Sekisui Chemical, bereits im kommenden Jahr erste Testbatterien des neuen Typs an Batteriehersteller zu versenden.