Demografischer Wandel bestimmt den Automarkt

Das Durchschnittsalter der Neuwagenkäufer wird im Jahr 2020 etwa 55 Jahre betragen

Immer älter werden die Käufer eines Neuwagens in Deutschland. Gleichzeitig bleiben die jungen Kunden weg. In der Folge dieses Trends wird das Durchschnittsalter der Neuwagenkäufer im Jahr 2020 bei 55 Jahren liegen. Zurzeit beträgt das Durchschnittsalter des Käufers eines privat genutzten neuen Autos in Deutschland 52,4 Jahre. Das ist nach den Berechnungen des CAR-Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen ein Altersrekord auf dem deutschen Neuwagenmarkt. Am ältesten sind nach den Erkenntnissen der Marktforscher die Mercedes-Kunden mit 55,2 Jahren, gefolgt von Opel-Käufern mit 54,1 Jahren. Immerhin 53,5 Jahre alt sind im Durchschnitt die Käufer eines VW und bei Audi und Porsche liegen die Zahlen bei 53,1 Jahren und 52,8 Jahren.

Einen etwas höheren Anteil von jüngeren Käufern haben lediglich Mini und Smart mit einem Durchschnittsalter von 45,7 Jahren und 48,8 Jahren. Von allen anderen deutschen Marken liegt nur BMW mit 52,1 Jahren unter dem Branchenschnitt von 52,4 Jahren.

Für das Fehlen der Jugend nennt CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer drei Gründe: den demografischen Wandel, den Rückgang der Bedeutung des Autos als Statussymbol und das Fehlen von Produkten für junge Leute. Dudenhöffer: „Die Autoindustrie muss sich neu erfinden.“ Der Megatrend, Autos künftig automatisiert fahren zu lassen, komme den mit körperlichen Defiziten belasteten älteren Menschen entgegen. Dagegen fehle laut Dudenhöffer „der Kick für junge Menschen“.