Der Opel Mokka 1.7 CDTI im Abendblatt-Praxistest

Frisch aufgebrühtes Multitalent in dezenter Offroad-Optik

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Der Opel Mokka 1.7 CDTI im Abendblatt-Praxistest

Noch vor VW steigt Opel in das Geschäft mit kleinen SUV (Sport Utility Vehicle) ein, das derzeit vor allem von Skoda Yeti, Nissan Juke und Mitsubishi ASX dominiert wird. Gebaut wird der Mokka in Korea, zusammen mit seinem Schwestermodell Chevrolet Trax, das nächstes Frühjahr an den Start geht.

Bei ersten Testfahrten kann der kleine Opel-SUV überzeugen. Er wieselt flink selbst durch enge Kurven, ohne in störende Wankneigung zu verfallen. Die hohe Sitzposition vereitelt das sportliche Fahrgefühl in keiner Weise. Der Vierzylinder-Diesel mit 4,5 Litern Normverbrauch hat 130 PS und bringt den Wagen auf 187 km/h, er nervt mitunter allerdings durch ein Brummen im Bereich von 3500 U/min. Eine gute Alternative zum Diesel wäre der moderne 140-PS-Benziner. Alle Motoren besitzen die Start-Stopp-Funktion.

Eine Überraschung erlebt man beim Raumgefühl. Trotz nur 4,28 Meter Außenlänge bietet der Mini-SUV gute Platzverhältnisse, und das vorne wie hinten. Das Lenkrad lässt sich in zwei Ebenen verstellen, so dass sich eine sehr bequeme Sitzposition ergibt. Beim Cockpit setzt Opel auf eine bewährte Aufteilung. Das heißt: klassische Rundinstrumente mit Info-Display hinter dem Lenkrad sowie Klima- und Audioanlage in der Mittelkonsole. Alles lässt sich nahezu intuitiv bedienen. Hinter den Passagieren bleiben 356 Liter Kofferraumvolumen. Kein Bestwert, aber gutes Mittelmaß. Soll größeres Gepäck mit, lassen sich die Rücksitze geteilt umklappen, es entsteht eine durchgängig ebene Ladefläche.

Gerade in der Stadt sorgt die ansteigende seitliche Fensterform für schlechte Sicht nach schräg hinten. Parksensoren sind also zu empfehlen. Sicherheitshalber bietet Opel auch eine Rückfahrkamera an. Unschlagbar zeigen sich die Rüsselsheimer Entwickler mit ihrem Fahrradträgersystem Flex-Fix (Aufpreis 590 Euro), das wie eine Schublade im hinteren Stoßfänger verschwindet. Kein anderer Hersteller bietet solch eine pfiffige Lösung an.

Im Mokka bekommt der Kunde zudem erstmals kostenpflichtige Sicherheitsextras, die es bislang nur in höheren Fahrzeugklassen gegeben hat, darunter Frontkamera, Abstands- und Kollisionswarner, Verkehrsschilderkennung und Spurassistent.

( (mid) )