Rußfilter für Dieselautos wird wieder gefördert

Für Pkw und Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen gibt es einen Steuernachlass von 330 Euro

Das Nachrüsten von Dieselfahrzeugen mit einem Rußpartikelfilter will der Staat ab 1. Januar 2012 wieder für ein Jahr steuerlich fördern und so dazu beitragen, den Schadstoffausstoß zu verringern. Darauf hat sich der Haushaltsausschuss des Bundestags verständigt. Die neuerliche Förderung garantiert Fahrern von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis 3,5 Tonnen einen steuerlichen Nachlass von 330 Euro.

Der ADAC bezeichnet das Förderprogramm als wichtigen Impuls für den Umweltschutz. Bedauerlich sei nur, dass Dieselfahrer, die ihr Fahrzeug in diesem Jahr nachgerüstet haben, leer ausgehen. Denn die Förderung der Filternachrüstung in den Jahren 2009 und 2010 war Anfang dieses Jahres ausgelaufen. Bundesumweltminister Norbert Röttgen begrüßt die nun angeschobene Aktion: "2012 stehen für das Programm 30 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können rund 90 000 Fahrzeuge nachgerüstet werden."

Der ADAC appelliert jetzt an Fahrer älterer Diesel-Pkw, das staatliche Anreizprogramm zu nutzen, um mit einer Nachrüstung den Partikelausstoß ihrer Fahrzeuge zu senken und damit die Umwelt zu schützen. Zudem erhalten sie danach für ihre Autos die Umweltzonen-Plakette mit einer besseren Schadstoffeinstufung.

Allerdings können viele Diesel-Pkw-Modelle aus technischen Gründen nicht nachgerüstet werden - weil keine passenden Rußfilter zur Verfügung stehen. Der ADAC fordert deshalb die Filterhersteller auf, ihr Angebot entsprechend auszuweiten.

( (HA) )