Praxistest: BMW 530d touring

Ein Kombi, der keinen seiner Konkurrenten fürchten muss

Foto: eb.andriuoloBMW / BMW

Hamburg. Gibt es den perfekten Mord? Wahrscheinlich nicht, glaubt man den Kommissaren von "Tatort" & Co. Gibt es die perfekte Frisur? Höchstens, wenn man eine Glatze hat. Gibt es das perfekte Auto? Nicht, so lange es fossilen Kraftstoff verbraucht und CO 2 ausstößt.

Das vorausgeschickt, kann man den 530d touring von BMW vielleicht besser einordnen - als einen fast perfekten Kombi, an dem es wenig zu kritteln gibt, vom Preis mal abgesehen. Die Verarbeitung ist exzellent, das verwendete Interieurmaterial Spitzenklasse.

Der Sechszylinder-Motor bleibt stets laufruhig und leise, zieht willig durch und bleibt druckvoll bis jenseits der 200 km/h (maximal sind 242 km/h möglich). Der Verbrauch hält sich angesichts der Leistung in Grenzen (Normwert: 6,3 Liter). Das gegen Aufpreis mit dynamischer Dämpferkontrolle bestückte Fahrwerk sorgt für erstklassigen Komfort.

Wer bei den optionalen Extras nicht spart, kann sich zudem auch an Dingen wie Einparkautomatik (Wagen lenkt selbsttätig in die Parklücke, der Fahrer gibt nur Gas und bremst), Head-up-Display (in die Scheibe werden Informationen wie Geschwindigkeit, Navigationshinweise und Tempolimit projiziert) und Aktivlenkung erfreuen. Das Platzangebot ist groß, der Kofferraum mit 560 Litern standesgemäß. Etwas drollig mutet indes jene Anzeige an, die zeigt, wann Bremsenergie in Batteriestrom umgewandelt wird. So etwas mag zu einem Hybridfahrzeug passen, bei einem Diesel bleibt es reine Spielerei. Zum Glück kann man auf derselben Anzeige auch den momentanen Spritverbrauch ablesen.