In ganz ungewohnter Manier die zweite Reihe erobern

Der neue Opel Meriva 1.4 Ecotec im Abendblatt-Praxistest

Auf die Frage, wie man am besten in die zweite Sitzreihe gelangt, hat Opel eine ungewöhnliche Antwort gefunden: mithilfe von gegenläufig öffnenden Türen. Damit ist jedenfalls der Minivan Meriva in seiner zweiten Generation bestückt. Bei ihm öffnen sich die Seitentüren in bester Kirchenportal-Manier. Das erleichtert, so die Rüsselsheimer Offiziellen, den Einstieg in den Fond und ermöglicht ein rückenschonenderes Anschnallen der Kinder. Was sich in der Praxis auch bestätigt - mit kleinen Ausnahmen. In engen Parklücken beispielsweise und bei gleichzeitig geöffneten Türen können dann schon mal turnerische Fähigkeiten gefragt sein.

Der Längenzuwachs auf knapp 4,30 Meter bekommt der Neuauflage des Meriva prächtig - und erst recht seinen Passagieren. Die profitieren von viel Bein- und Schulterfreiheit, genießen dank großzügiger Glasflächen eine prima Rundumsicht und viel Helligkeit im Innenraum. Und auch vor größeren Transportaufgaben kapituliert der Meriva nicht. Schließlich lässt sich die Rückbank je nach Bedarf verschieben. Und bei umgeklappten Rückenlehnen und ebenem Ladeboden verschwindet auch sperriges Ladegut im Heck.

Der getestete 140-PS-Turbobenziner bietet ordentlichen Durchzug, gleichmäßige Leistungsentfaltung und erlaubt - dank des straff ausgelegten Fahrwerks - eine flotte Gangart. Dann allerdings wird aus dem Normverbrauch von 6,7 Litern ein Praxisverbrauch von rund neun Litern. Eine Start-Stopp-Technik würde in der Stadt beim Sparen helfen, ist aber leider erst im nächsten Jahr verfügbar.

Preise und Ausstattung

Den Opel Meriva gibt es in der Basisversion mit 100-PS-Benziner zum Preis von 15 900 Euro, die getestete 140-PS-Variante mit Sechsganggetriebe kostet mindestens 20 370 Euro. Die Meriva-Dieselpalette beginnt preislich bei 18 500 Euro (95 PS).