Freie Werkstätten zeigen im Test einige Schwächen

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Beste Reparatur-Qualität und besten Service finden Autofahrer in den Vertragswerkstätten. Freie Kfz-Werkstätten und Ketten hingegen haben bei einer Prüfung des ADAC einige Schwächen gezeigt. Maßstab waren im Test die Partner von Mercedes-Benz. Alle fünf von den Experten aufgesuchten Betriebe erhielten die Note "sehr gut". Auch die Autohäuser der drei anderen geprüften Marken überzeugten: Bei Opel, Renault und VW erhielten je vier der fünf getesteten Vertragspartner ein "sehr gut". Eher durchschnittlich schnitt Toyota ab - mit viermal "gut".

Schwächer zeigte sich im Schnitt die Leistung der 25 getesteten Betriebe der Werkstattkette A.T.U. Lediglich viermal gab es ein "sehr gut", sieben weitere Filialen erhielten ein "gut". Zweimal urteilten die Tester mit "mangelhaft". Gemischt war auch das Bild bei den 25 getesteten freien Werkstätten unter der Bezeichnung "Meisterhaft".

Kritisiert wird bei Ketten und freien Betrieben die geringe Fehlerbehebungsquote. Bei A.T.U fand nur jede dritte Werkstatt alle Mängel am Testfahrzeug. Bei den freien Unternehmen überzeugte sogar nur jedes Vierte komplett. Zudem erfolgte die Behandlung der Kunden in vielen Fällen nicht so professionell wie bei Vertragswerkstätten. Auch verständliche Rechnungen waren nicht selbstverständlich. Nicht berücksichtigt haben die Tester die Preisunterschiede der Anbieter.

Im Vorhinein können Laien eine Werkstatt kaum einschätzen. Mundpropaganda ist daher die beste Möglichkeit, einen guten Betrieb zu finden. Der ADAC empfiehlt, in jedem Fall auf einer gemeinsamen Auftragsannahme und einer Durchschrift des Auftrags zu bestehen. Teure Zusatzarbeiten müssen dann nicht akzeptiert werden.