Beim Urlaub in Italien kracht es am häufigsten

Deutsche Autofahrer sind jährlich in rund 150 000 Auslandsunfälle verwickelt

Die meisten Autounfälle deutscher Urlauber ereignen sich in Italien. Von den 37 386 im vergangenen Jahr beim Zentralruf der Autoversicherer eingegangenen Anrufe kamen 14 Prozent aus dem Urlaubsland an der Adria. Auf dem zweiten Platz lagen mit je 13,3 Prozent die Niederlande und Frankreich, gefolgt von Polen und Österreich mit 8,5 Prozent und 7,5 Prozent.

Der Zentralruf der Autoversicherer hilft Urlaubern dabei, die zuständige Versicherung des Unfallgegners zu ermitteln. Ist die ausländische Versicherung bekannt, stellen die Mitarbeiter den Kontakt zu den dortigen Beauftragten her. Zu erreichen ist der Notruf unter der kostenpflichtigen Telefonnummer 0180/25026. Im Schnitt werden deutsche Autofahrer pro Jahr in rund 150 000 unverschuldete Unfälle im Ausland verwickelt.

Da es bei einem Crash im Urlaubsland oftmals zu Sprachproblemen kommt, sollten die Reisenden einen Europäischen Unfallbericht, den es kostenlos bei der eigenen Kfz-Versicherung gibt, mit sich führen. In diesen werden die persönlichen Daten des Unfallgegners eingetragen und Angaben zu dem Unfallhergang gemacht. Am besten füllt man den Unfallbericht mit dem Unfallgegner gemeinsam aus. Am Ende unterzeichnen beide Parteien das Dokument. Dies hat keine nachteiligen Auswirkungen auf den Versicherungsschutz und gilt auch nicht als Schuldanerkennung. Namen von Zeugen sollten ebenfalls notiert und, falls eine Kamera zur Hand ist, einige Aufnahmen der Unfallsituation gemacht werden.