Test: Alfa 159 SW 1.8 TBi

Viel Kraft aus wenig Hubraum

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Dass der Alfa 159 ein optischer Genuss ist, weiß man schon seit seiner Markteinführung im Jahr 2005. Dass der Innenraum nicht mit langweiligen Allerweltsinstrumenten, sondern einem ansprechenden Cockpit aufwartet, hat sich wohl schon herumgesprochen. Und dass die Sportwagon - oder kurz: SW - genannte Kombiversion dieses Modells eher für den Wochenendeinkauf einer Klein- als den Umzug einer Großfamilie taugt, ist auch des Öfteren beschrieben worden.

Also widmen wir uns jetzt der Neuheit, die unter dem Blech steckt: dem Motor. Seit ein paar Monaten gibt es einen neuen Benziner mit 200 PS, der nur 1,8 Liter Hubraum besitzt (Spitze: 233 km/h). Damit biegt nun auch Alfa auf die "Downsizing"-Straße ein. Soll heißen: Die Italiener setzen auf hohe Leistung bei einem vergleichsweise kleinen Hubraum. Das Ergebnis ist ein durchaus ansehnlicher Verbrauch, in diesem Falle reden wir von einem Normwert um die 8,3 Liter - also etwa 1,3 Liter weniger, als der Vorgängermotor mit 2,2 Litern Hubraum und 185 PS schluckte.

Das Geheimnis liegt in der geschickten Kombination von Turboaufladung und motorseitigen Optimierungen. Konkret hat man die Reibung minimiert, die Brennräume verbessert und die Hochdruck-Einspritzung auf 150 bar gebracht. Als besonders bemerkenswert gelten darüber hinaus die Überschneidungen bei den Ventilöffnungszeiten ("Scavenging"). Die Maßnahmen führen zu einem insgesamt eindrucksvollen Drehmomentverlauf: Hier gibt es kein Turbo-Loch, der Motor spricht spontan an, entwickelt schon ab 1000 Touren ordentlich Schub und kann auch schaltfaul bewegt werden.

Im Profil

Fahrspaß ++++-

Innovation ++++-

Komfort ++++-

Kosten +++--

Umwelt +++--

Perise und Ausstattung

Der Alfa 159 SW ist mit dem 1.8 TBi-Motor ab 26 250 Euro zu haben. Es stehen zwei Grundausstattungen (Progression und Distinctive) sowie drei "Packs" (Sport, Premium und TI) zur Wahl, die unter anderem das Design im Innenraum und die Felgen bestimmen. Eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik ist Serie. Metallic-Lack kostet 680 Euro Aufpreis.

( (gjs) )