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Stiftung Warentest: Die besten Luftreiniger gegen Aerosole

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Videografik- So wird das Coronavirus durch die Luft übertragen

Videografik: So wird das Coronavirus durch die Luft übertragen

Das Coronavirus wird in erster Linie über Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen von Mensch zu Mensch übertragen. Aber auch in der Atemluft kann der Erreger vorkommen.

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Stiftung Warentest testete Luftreiniger darauf, wie gut sie Aerosole filtern. Eines der Ergebnisse: Man sollte oft Filter wechseln.

Berlin. Im Frühjahr 2020 ging es den Prüfern der Stiftung Warentest vor allem um Blütenpollen. Wie gut filtern die getesteten Luftreiniger diese aus der Raumluft, um Allergikern das Leben leichter zu machen?

Nun sind die Zeiten andere und wer das Wort Luftreiniger hört, fügt im Kopf das Wort Aerosole hinzu. Diese winzigen schwebenden Partikel sind ein Hauptinfektionsweg für das Coronavirus, wenn ein Infizierter sie ausatmet, spricht oder niest.

Deswegen haben die Warentester ihre drei Testsieger im Dezember noch einmal ins Prüflabor geschickt. Die Frage: Wie gut filtern der Philips AC2889/10, der Rowenta Intense Pure Air Connect PU6080 (beide rund 350 Euro) und der Soehnle Airfresh Clean Connect 500 (250 Euro) Aerosole aus der Raumluft?

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Stiftung Warentest untersucht Luftreiniger: So gut filtern sie Aerosole

Die Geräte mussten nun schwebende Tröpfchen mit einem Durchmesser von 0,12 Millionstel Meter – laut den Warentestern die Größe des Coronavirus Sars-CoV-2 – bis 1,0 Millionstel Meter (Mikrometer) aus der Raumluft filtern.

Liefen die drei Geräte auf Maximalstufe, entfernten sie umgerechnet auf einen Raum mit 16 Quadratmetern Grundfläche und 2,5 Meter Höhe in 20 Minuten 95 Prozent (Philips und Rowenta) beziehungsweise 90 Prozent (Soehnle) der Aerosol-Partikel mit einem Durchmesser von 0,12 Mikrometer aus der Luft.

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Luftreiniger: Schlechtere Ergebnisse bei älterem Filter

Doch die Ergebnisse verändern sich, wenn der Filter altert. Die Prüfer simulierten das, indem jeder der drei Luftreiniger den Rauch von 100 Zigaretten aufnehmen musste. Daraufhin filterte der Philips noch 90 Prozent der Aerosole heraus, Rowenta immerhin noch 80 Prozent. Doch das Gerät von Soehnle schaffte es nur noch, 46 Prozent der schwebenden Partikel aus der Luft zu entfernen.

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Der Filter lasse so deutlich nach, dass man ihn zur Virenreduzierung weit häufiger wechseln müsste als vom Anbieter vorgesehen, schreiben die Warentester. Und das geht ins Geld. Ein neuer Filter kostet knapp 40 Euro.

Für die Luftreinigung in einem kleinen Raum eigne sich Philips Luftreiniger gut, resümiert die Stiftung Warentest, weist jedoch darauf hin, dass ein Restrisiko für eine Infektion bleibt. Und dieses erhöhe sich etwa in einem größeren Wohnzimmer, in dem sich mehrere Menschen aufhalten. Zusätzliche Maßnahmen wie Abstand, Maske und regelmäßiges Stoßlüften seien weiterhin notwendig. Für die Nutzung in einem 50-Quadratmeter-Klassenzimmer mit 30 Schülern sind die Geräte aus dem Test zu klein. (lary)

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