E-Mail-Auswertung

Google lässt Gmail-Kunden bald über Daten entscheiden

Ob und wie Google Mails für smarte Funktionen und personalisierte Dienste auswerten darf, lässt sich bald genau einstellen.

Ob und wie Google Mails für smarte Funktionen und personalisierte Dienste auswerten darf, lässt sich bald genau einstellen.

Foto: Catherine Waibel / dpa-tmn

Google will für mehr Transparenz sorgen: So können Gmail-Nutzer bald zwischen nützlichen Funktionen und weniger Datenauswertung wählen.

Berlin.  Datenauswertung oder nützliche Funktion? Viele Anwendungen beim E-Mail-Dienst Gmail sind nur möglich, weil der Anbieter Google die Daten seiner Kunden automatisch auswertet. Das will der Internetkonzern ändern und die Nutzer bald selbst entscheiden lassen: Sie können künftig einstellen, ob Inhalte ihrer E-Mails verwendet werden.

Google hat die neuen Einstellungsmöglichkeiten in der Browser-Anwendung für die kommenden Wochen angekündigt.

Datenspeicherung bei Gmail, Google Meet und Chat

So können Gmail-Kunden dann einstellen, ob ihre Daten aus Gmail , Meet und Chat für sogenannte smarte Funktionen im Postfach genutzt werden dürfen. Außerdem können sie festlegen, ob diese Daten zur Personalisierung weiterer Google-Produkte herangezogen werden dürfen oder eben nicht.

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Smarte Gmail-Funktionen sind zum Beispiel:

  • die automatische Sortierung und Kategorisierung von Nachrichten
  • das Schnellantworten mit Textvorschlägen (Smart Reply)
  • das Extrahieren von Event-Infos zum Erstellen eines Kalendertermins

Beispiele für Personalisierung: Google Maps und Reservierungen

Als Beispiele für die Personalisierung anderer Google-Produkte mit der Hilfe von E-Mail-Inhalten nennt das Unternehmen etwa die Erinnerung an fällige Rechnungen durch den Assistant oder die Anzeige von Restaurant-Reservierungen in Google Maps.

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Viele dieser Funktionen ließen sich bislang auch schon an- oder abschalten. Google betont aber, dass die neuen Einstellungen nun erstmals eine klare Entscheidung für oder gegen den Datenauswertungsprozess zulassen, der die Funktionen erst ermöglicht. (dpa/zrb)