Spielzeug

Stiftung Warentest: Viele Plüschtiere mit Sicherheitsrisiken

Plüschtiere sind manchmal so wichtig wie die beste Freundin. Stiftung Warentest hat sie deshalb auf ihre Gesundheitsrisiken hin getestet.

Plüschtiere sind manchmal so wichtig wie die beste Freundin. Stiftung Warentest hat sie deshalb auf ihre Gesundheitsrisiken hin getestet.

Foto: Prostock-studio / Shutterstock / Prostock-studio

Gleich acht Plüschtiere fielen im Test mit „mangelhaft“ durch. Sie können die Gesundheit von Kindern auf verschiedenste Weise bedrohen.

Berlin.  Plüschtiere gehören du den engsten Begleitern von Kindern, manchmal sind sie der beste Freund oder die beste Freundin. Umso wichtiger, dass die Kuschelfreunde die Gesundheit der Kinder nicht gefährden.

22 Plüschtiere hat die Stiftung Warentest deswegen eingehenden Untersuchungen unterzogen. Das Ergebnis: Die Hälfte ist nicht zu empfehlen.

Das lag in den meisten Fällen, anders als im Test vor fünf Jahren, nicht an Schadstoffen im Plüsch, sondern an Details wie Verpackungen, Etiketten oder Accessoires wie Leinen oder Halstüchern. Sie stellten etwa auf Grund von Erstickungsgefahr ein Sicherheitsrisiko dar.

Plüschtiere von dm und Rossmann schneiden am besten ab

Elf Plüschfreunde kann Stiftung Warentest aber empfehlen. Dabei wird die Liste der Empfehlungen von zwei Drogerie-Tieren angeführt: Der blaue Pusblu Dino von dm und der Babydream Hund von Rossmann erhielten beide die Note 1,0.

Und es zeigt sich immer wieder: Preis und Marke sagen nicht unbedingt etwas über die Qualität eines Produkts aus. So schneidet der Bär von Kik ebenso mit der Note „gut“ ab wie der Hoppel Hase rosa der Traditionsmarke Steiff.

Weitere Produkte im Test:

Rückruf: Schadstoffe in Disneys Eisprinzessin Elsa

Gleich acht Produkte ließen die Tester mit der Note „mangelhaft“ durchfallen. Die Gründe variieren von Strangulationsgefahr durch eine zu lange Hundeleine beim teuersten Produkt im Test, dem Jack-Russel-Terrier Rusty von Kösen (61,50 Euro), über zu schnell brennbarem Plüsch bei der Siamkatze von Teddy Hermann bis hin zu Aufklebern, die sich leicht von Etiketten lösen lassen.

Schadstoffe fanden die Prüfer im aktuellen Test weit weniger, als noch vor fünf Jahren. Aber sie fanden sie:

So enthielt etwa die Innenseite des Jack-Russel-Ohrs das krebserregende Formaldehyd , das Etikett von Sterntalers Spieltier Mabel enthielt Naphtalin, ein Stoff, der im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen und die Schuhsohle von Disneys Eisprinzessin Elsa zeigte einen hohen Gehalt des Flammschutzmittels TCPP. Disney ruft sein Produkt aus diesem Grund zurück.

Erstickungsgefahr durch Verpackung: Note „mangelhaft“

Durchfallen ließen die Tester auch Produkte, deren Verpackung sie zu beanstanden hatten. Denn ist die Kunststofffolie zu dünn, können Kinder ersticken.

Im Test war das bei zwei Produkten der Fall: den Schlenkertieren Hase Pino und Bär von Käthe Kruse und Senger Naturwelt . Die restlichen Sicherheitschecks haben die beiden Produkte laut Stiftung Warentest bestanden.

Hersteller nehmen beanstandete Produkte zurück

Die Tester betonen indes auch, dass die mangelhaften Tiere nicht gleich im Müll landen müssen, wenn sie einmal gekauft sind. So ließen sich unsichere Etiketten abschneiden, Verpackungstüten von Kindern fernhalten, zu lange Leinen abnehmen oder der Formaldehydgehalte durch Wasser minimieren, schreiben die Warentester.

Die Hersteller der meisten beanstandeten Produkte bieten an, das jeweilige Produkt zurückzunehmen und den Kaufpreis zu erstatten.