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Ein Treppenlift kann das Leben für gehbehinderte und alte Menschen sehr erleichtern. Beim Kauf sollten diese Dinge beachtet werden.

Berlin. Stufen in der Wohnung können für gehbehinderte und alte Menschen zum unüberwindbaren Hindernis werden. Ein Treppenlift bietet sich als Lösung an – aber Achtung: Verbraucherschützer warnen vor manchen Tücken beim Kauf. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die gute Nachricht ist: Für fast jede Treppe, egal wie schmal, steil oder gewunden sie ist, gibt es einen passenden Lift, wie das Bundesfamilien- und Seniorenministerium berichtet. Allerdings sollte der Einbau gut geplant werden. Denn welcher Lift geeignet ist, hängt von den jeweiligen Wohnverhältnissen und den körperlichen Voraussetzungen des Nutzers ab.

Treppenlifte: Verbraucherzentralen warnen

Die Verbraucherzentralen berichten von Kunden, die schlechte Erfahrungen mit manchen Treppenlift-Firmen gemacht haben. „In unseren Beratungsgesprächen haben wir schon oft von grenzwertigen Vertriebsmaschen, Verweigerung von Widerrufsrechten, mangelhaftem Einbau oder unzureichendem Service nach der Übergabe der Lifte gehört“, sagt etwa Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Zunächst sollten sich die Kaufinteressenten an eine Wohnberatungsstelle wenden. „Das ist eine neutrale Stelle, die auch Hausbesuche macht und Ratschläge zum Treppenlift sowie zu kleinen Hilfsmitteln wie etwa einem Handlauf gibt“, erläutert Felizitas Bellendorf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Ziel ist immer, dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können“, betont die Pflegewissenschaftlerin.

Wohnberatungsstellen helfen beim Kauf des Treppenlifts

Über die Adresse von Wohnberatungsstellen in ganz Deutschland informiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung im Internet. Die Experten raten, schon bei anfänglichen Schwierigkeiten beim Treppensteigen Rat zu suchen, um später nicht in Zeitnot zu geraten. Beispielsweise muss gewährleistet sein, dass der künftige Nutzer auf dem Lift sicher ist und genügend Platz zum Ein- und Aussteigen hat. Lesen Sie hier: Grundrente beschlossen: Antworten auf die wichtigsten Fragen

Wie plant man einen Treppenlift?

Eine sorgfältige Planung setzt voraus, dass ein Firmenvertreter nach Hause kommt. Aber: Niemand sollte gleich das erste Vertragsangebot unterschreiben, sondern mehrere Vergleichsangebote einholen. „Es gibt immer wieder Fälle, bei denen sich Betroffene von Treppenlift-Firmen unter Druck gesetzt oder finanziell über den Tisch gezogen fühlen“, warnen die Verbraucherschützer.

Wie finde ich das beste Angebot für den Sitzlift?

„Ich halte es für absolut sinnvoll, jemanden aus der Familie oder Nachbarschaft mit dabeizuhaben, wenn ein Firmenvertreter in der Wohnung ist und vielleicht gleich ein Angebot vorlegt“, sagt Matthias Bauer, Abteilungsleiter Bauen und Wohnen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Andernfalls könne es „zu Drucksituationen kommen, denen sich der Einzelne nicht entziehen kann“. Sein dringender Rat: Vergleichsangebote sollten auch dann eingeholt werden, wenn ein Vertreter behauptet, ohne eine sofortige Unterschrift könne der Preis nicht gehalten werden.

Vor einer Bestellung sollten die Kunden auf eine exakte Konstruktionszeichnung für den Lift bestehen, rät Fachmann Bauer. Daran hapere es in den ihm bekannten Fällen meist. Außerdem sollten die Nutzer mit dem Lift zur Probe fahren, um sich etwa mit der Steuerung vertraut zu machen. „Man kann die Firma fragen, wo in der Nähe ein solcher Lift eingebaut ist, oder man geht zu Verwandten oder Bekannten, die einen Lift haben“, so Bauer.

Wie teuer sind die Lifte?

Sitzlifte kosten weniger als Plattformlifte, die auch Menschen im Rollstuhl befördern. Außerdem hängt der Preis von Treppenlänge und -verlauf ab. Die Verbraucherzentralen veranschlagen die Kosten auf in der Regel etwa 3500 bis circa 15.000 Euro – bei allerdings großen Unterschieden zwischen den Anbietern. Dazu kommen jährliche Wartungs- und Servicekosten von 200 bis 300 Euro. Wichtig ist, an einen eventuellen Geräteausfall zu denken. Dann sollte ein Notdienst gut erreichbar sein.

Gibt es neutrale Anbietervergleiche?

Weder die Stiftung Warentest noch „Ökotest“ haben Treppenlift-Firmen bislang überprüft. Aus dem Jahr 2017 stammt eine Studie des Deutschen Instituts für Service-Qualität, das aber nur fünf große Anbieter einbezieht (AS Seniorenprodukte, Lifta, Hiro Lift, Sanimed und Thyssenkrupp). Tipp: Die Adressen weiterer Firmen sind in Branchenverzeichnissen zu finden, etwa unter www.treppenlift-magazin.de oder www.treppenlift-anbieterverzeichnis.de.

Beschwerden beim Treppenlift – was tun?

Es gibt unzählige Haushalte, in denen der Lift reibungslos funktioniert. Aber die Verbraucherzentralen registrieren auch viele Beschwerden. „Wir kennen beispielsweise Fälle, in denen der Lift beim Laufen heftig ruckelte, die Schienen buckelig waren, das Tempo während der Fahrt wechselte oder das Gerät höchst unangenehm roch.

Aber die Anbieter versuchten das Problem kleinzureden“, sagt Experte Bauer. Seine Empfehlung: Betroffene sollten das keinesfalls akzeptieren und Rat bei der örtlichen Verbraucherzentrale oder einem Rechtsanwalt suchen. Wer seine Erfahrungen schildern möchten, kann sich an einer Umfrage beteiligen: verbraucherzentrale.de/treppenlifte-umfrage.

Wie ist das mit dem Widerrufsrecht?

Verträge, die in der Wohnung des Verbrauchers geschlossen werden, können innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Ob dies jedoch auch für Treppenlifte gilt, ist juristisch umstritten. Manche Anbieter argumentieren, bei Treppenliften handele es sich um eine Einzelanfertigung, für die der Kunde kein Widerrufsrecht geltend machen könne.

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Die Verbraucherzentralen vertreten hingegen die Ansicht, der Treppenlift werde aus vorgefertigten Teilen zusammengesetzt, weshalb dem Kunden das Widerrufsrecht zustehe. Das sah das Landgericht Nürnberg-Fürth 2019 ebenso (AZ. 7 O 5463/18), ein höchstrichterliches Urteil aber steht aus.