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iPhone: Wie Sie beim Kauf sparen – und wer das 11er braucht

Apple-Keynote: Das kann das neue iPhone 11
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Am Freitag kommen neue iPhones in den Handel, zu Preisen von mehr als 1000 Euro. Doch kaum jemand braucht das neueste Modell.

Berlin. Apple bleibt teuer. Das ist eine zentrale Erkenntnis aus der Vorstellung der neuen iPhones vergangene Woche. Immer noch happige 800 Euro kostet das neue iPhone 11 in der günstigsten Variante. Und das, obwohl Käufer in Deutschland für ein neues Handy im Schnitt nicht mal die Hälfte ausgeben.

Apple weigert sich weiter, günstige neue Handys auf den Markt zu bringen – die 50 Euro Preissenkung des iPhone 11 im Vergleich zum Vorgänger iPhone XR sind ein Tropfen auf den heißen Stein. Für frühere, deutlich günstigere Einsteigermodelle wie das 5C oder das SE bietet Apple seit Jahren keine Nachfolger mehr an.

Und wer in der Apple-Welt ist, wer mit der Benutzerführung zufrieden ist, wer dort seine Fotos, Daten und Musik hat – und das nicht ändern will –, der muss wieder viel Geld investieren. Oder?

Die neuen Modelle sind teuer – aber nicht jeder braucht sie

Apple will, dass wir die neuen sogenannten Pro-Modelle kaufen – sie erscheinen am 20. September, lassen sich bereits vorbestellen. 11 Pro und 11 Pro Max heißen die Nachfolger von iPhone XS und XS Max. Sie haben drei Kameralinsen statt zwei und ein schärferes Display – diese Features wurden verbessert. Dafür verlangt Apple mindestens 1.150 Euro. Aber braucht man das? Nicht wirklich.

Der große Vorteil bei Apple ist, dass der Konzern sehr lange Updates für die iPhones liefert, nämlich vier bis fünf Jahre. Üblich sind bei anderen Herstellern gerade mal zwei Jahre. Deshalb kann man auch jetzt noch Handys von Apple anschaffen, die schon ein, zwei Jahre auf dem Buckel haben.

Außerdem haben Smartphones in den letzten Jahren kaum noch große Sprünge in der Entwicklung gemacht. Ein noch etwas schnellerer Prozessor, ein härteres Displayglas – das war’s fast. Das gilt auch für Apple-Handys. Lediglich die längere Akkulaufzeit der ganz neuen Modelle ist nett. Und für ambitionierte Fotografen ist natürlich die verbesserte Kamera des neuen iPhone Pro interessant.

Wir haben deshalb zusammengefasst, wie man zu einem günstigen Apple-Handy kommen, das zu einem passt – neu oder gebraucht mit Rückgaberecht und Gewährleistung vom Händler. Damit Kunden nicht mehr Geld ausgeben als für die Apple-Welt nötig.

1. iPhone XR vom letzten Jahr

Manche finden das Design der neuen Modelle schicker als das der alten – mit dem fast randlosen Display und der Gesichtserkennung. Für diese Nutzer bietet sich das iPhone XR aus dem letzten Jahr an. Apple selbst verkauft es noch zu Preisen ab 700 Euro, unabhängige Händler bis zu 10 Prozent günstiger.

Einen günstigen Händler finden man mit Vergleichsportalen wie Idealo, billiger.de oder Geizhals. Der Gebrauchtkauf lohnt sich derzeit weniger, wenn man nicht gerade ein Schnäppchen ergattert.

2. iPhone X aus zweiter Hand

Gebraucht ist eher das iPhone X (römisch 10) ein Geheimtipp – das Jubiläums-iPhone von vor zwei Jahren, mit dem Apple das randlose Design eingeführt hat. Wegen des scharfen Bildschirms und der Gesichtserkennung ist es mit den neuen Pro-Modellen vergleichbar. Gebraucht kostet es ab 540 Euro, also weniger als halb so viel wie das iPhone 11 Pro.

3. iPhone 8 jetzt deutlich günstiger

Falls größere Ränder über und unter dem Display nicht stören und die Erkennung per Fingerabdruck genügt, tun es auch Modelle unterhalb dem iPhone X. Apple selbst verkauft noch immer das iPhone 8 ab 530 Euro und das größere iPhone 8 Plus ab 650 Euro.

Bei unabhängigen Händlern bekommen man die Geräte derzeit nur wenig günstiger – zumindest neu. Das wird sich vermutlich bald ändern. Gebraucht liegt der Preis der 8er iPhones aber schon jetzt 100 bis 200 Euro niedriger, je nach Zustand.

4. Auch das iPhone 7 tut’s noch

Unser Tipp: Verbraucher können bedenkenlos noch zum iPhone 7 greifen, das Apple selbst nicht mehr verkauft. Im freien Handel ist es neu ab rund 390 Euro zu haben und gebraucht ab etwa 180 Euro. Das sind doch schon eher Preise, die für viele Käufer akzeptabel sind! Das meistverkaufte Handymodell auf Check24 kostet übrigens nur 132 Euro (Samsung Galaxy J5 2017 Duos).

5. Das iPhone 6s für Sparfüchse

Für Sparfüchse kommt das iPhone 6s (Plus) in Frage. Es erhält allerdings dieses Jahr wohl zum letzten Mal ein Update auf das neueste Betriebssystem, iOS 13. Damit sind Nutzer noch ein Jahr auf der Höhe der Zeit.

Ab dem Herbst 2020 bekommen iPhone-6s-Besitzer aber wahrscheinlich nur noch Sicherheitsupdates, falls größere Schwachstellen entdeckt werden. Der Einstieg in die iPhone-Welt beginnt mit dem 6s ab rund 240 Euro (neu) oder um die 150 Euro (gebraucht).

6. iPhone SE für Freunde kleiner Handys

Ältere Modelle wie iPhone 6 (Plus), 5S oder 5C gebraucht zu kaufen, ist nicht mehr sinnvoll. Ärgerlich für manche ist, dass Apple überhaupt keine kleinen Handys mehr neu herausbringt.

Wer auf den vergleichsweisen winzigen Bildschirm der 5er-Reihe schwört, kann noch das iPhone SE kaufen (neu rund 200 Euro, gebraucht ab 120). Allerdings ist auch beim SE nächstes Jahr wohl Schluss mit Updates.

7. Aufs iPhone 11 besser noch wenig warten

Auch wer mit den Vorgängermodellen nichts anfangen kann, sollte jetzt nicht direkt ein neues iPhone kaufen. Es lohnt sich, eine Weile abzuwarten. Etwa vier Monate nach Verkaufsstart kann man im freien Handel mit rund zehn Prozent Preisnachlass rechnen. Mehr dazu im Finanztip-Ratgeber.

Und wer nach einer günstigen Alternative zur neuen Apple Watch oder dem aktuellen iPad sucht, kann mit älteren Modellen gut und günstig fahren: Hier die Preis-Leistungs-Analyse von Finanztip zur Apple-Watch, und hier zum iPad.

• Dieser Beitrag stammt aus dem aktuellen Newsletter von Finanztip und erscheint an dieser Stelle in einer Kooperation. Finanztip ist gemeinnützig und hilft Verbrauchern bei den täglichen Finanzentscheidungen.