Verbraucherzentrale

Vitalis Früchtemüsli ist „Mogelpackung des Jahres 2017“

Gleiche Größe, weniger Inhalt: Das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker landete bei der Wahl zur „Mogelpackung des Jahres 2017“ auf dem Siegertreppchen.

Gleiche Größe, weniger Inhalt: Das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker landete bei der Wahl zur „Mogelpackung des Jahres 2017“ auf dem Siegertreppchen.

Foto: kjolak - Fotolia.com, Verbraucherzentrale Hamburg

42.819 Menschen haben abgestimmt: „Mogelpackung des Jahres 2017“ ist ein Früchtemüsli, teilte die Verbraucherzentrale Hamburg mit.

Berlin.  Das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker ist die „Mogelpackung des Jahres 2017“. Das hat eine Online-Abstimmung der Verbraucherzentrale Hamburg ergeben.

Demnach haben 15.642 Verbraucher und damit 36,5 Prozent der Teilnehmer das Müsli zur „Mogelpackung des Jahres 2017“ gekürt.

Nach „verbesserter“ Rezeptur mehr Zucker im Müsli

Der Hersteller hatte den Inhalt des Müslis im vergangenen Jahr von 600 auf 500 Gramm gesenkt, was bei gleichem Preis einer versteckten Preiserhöhung von 20 Prozent entspreche, teilt die Verbraucherzentrale mit. Zusätzlich soll das Produkt nach der Neuauflage mehr Zucker und weniger Vollkorn enthalten.

„Weniger drin zum gleich Preis und dazu noch eine schlechtere Rezeptur war für viele Verbraucher einfach zu viel des Guten, sodass sie für das Vitalis Früchtemüsli als Mogelpackung des Jahres stimmten“, sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg laut Mitteilung.

Kaugummi Mentos Pure White auf dem zweiten Platz

Den zweiten Platz belegt bei der Online-Abstimmung der Kaugummi Mentos Pure White von Perfetti Van Melle – hierfür stimmten knapp 28 Prozent der Teilnehmer. Mit knapp 17 Prozent der Stimmen belegt der Milka Nussini Riegel von Mondelez den dritten Platz.

Auf den Plätzen vier und fünf liegen mit rund neun Prozent der Stimmen die Mars Minis des Herstellers Mars und die Erdnuß Locken von The Lorenz Snack-World mit rund acht Prozent der Stimmen.

Online-Abstimmung bereits zum vierten Mal durchgeführt

Die Verbraucherzentrale Hamburg suchte bereits zum vierten Mal nach der „Mogelpackung des Jahres“. Mit dem Negativpreis möchte sie gegen Hersteller vorgehen, die „versuchen, die Preiserhöhungen mit allen Mitteln zu kaschieren“. (kawe)

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