Robert-Koch-Institut

Zu wenige Impfungen – Maserninfektionen 2017 verdreifacht

Kinderkrankheiten sind längst nicht nur bei Kindern ein Thema - auch immer mehr Erwachsene leider an Maser, Mumps, Keuchhusten und Co. Wir zeigen, warum das gefährlich werden kann.

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Die Zahl der Maserninfektionen ist 2017 stark gestiegen. Laut Robert-Koch-Institut gab es drei Mal mehr Infektionen als im Vorjahr.

Berlin.  Die Zahl der Maserninfektionen hat sich in Deutschland 2017 im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht. Das ZDF-Magazin „Frontal 21“ berichtet von aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI): Demnach wurde das hochansteckende Virus im gesamten Jahr 2017 bei insgesamt 929 Menschen diagnostiziert. Ein Jahr zuvor waren es 325 Fälle.

Dr. Ole Wichmann vom Robert-Koch-Institut warnt gegenüber „Frontal 21“ davor, diese Virusinfektion zu unterschätzen, die im schlimmsten Fall tödlich endet: „Das ist eine dramatische Sache, denn Masern sind keine harmlose Kindererkrankung. Sie treten in allen Altersgruppen auf bei denjenigen, die nicht geimpft sind, und sie können zu 10 bis 20 Prozent Komplikationen verursachen“, sagt der Mediziner.

Warnung vor gefälschten Studien

Experten bereitet der Einfluss von Impfgegnern Sorge. Die habe es zwar schon immer gegeben, aber durch ihre professionellen Auftritte in den sozialen Medien fänden sie mehr Gehör.

Wer sich im Internet informieren will, stoße schnell auf ausführliche Seiten über Impfschäden, angeblich gekaufte Ärzte und angeblich gefälschte Studien.

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(les)