Finanzminister

Steuererklärung und Co.: Diese Reformen plant Lindner

Bundesfinanzminister Lindner zu Antrittsbesuch in Paris

Bundesfinanzminister Lindner zu Antrittsbesuch in Paris

Der neue Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) ist in Paris von seinem französischen Kollegen Bruno Le Maire empfangen worden. Die deutsch-französische Partnerschaft habe eine "besondere Bedeutung" für die Entwicklung der Europäischen Union, sagte Lindner bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

Beschreibung anzeigen

Der Finanzminister und FDP-Chef will eine schnelle Reform der Steuerklassen auf den Weg bringen – und die Steuererklärung erleichtern.

Berlin. 
  • Bundesfinanzminister Christian Lindner will die Steuererklärung deutlich einfacher gestalten
  • Doch nicht nur das: Auch die Steuerklassen sollen reformiert werden – zugunsten einer bestimmten Gruppe
  • Was der FDP-Chef alles plant

Bundesfinanzminister Christian Lindner will das Steuerrecht stärker an die Bedürfnisse von Bürgerinnen und Bürgern anpassen. Ein Ziel dabei sei „die Ausgestaltung der Steuerklassen zugunsten von Frauen“. Er habe das Thema Teilzeitfalle auf dem Radar.

„Ich werde zu Beginn des neuen Jahres auf die Länder zugehen und für eine rasche Lösung werben“, sagte der FDP-Politiker unserer Redaktion. Laut Koalitionsvertrag soll die Familienbesteuerung so weiterentwickelt werden, dass partnerschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Unabhängigkeit mit Blick auf alle Familienformen gestärkt werden.

Lindner: Steuererklärung soll einfach werden – Homeoffice dauerhaft absetzbar?

Zudem kündigte Lindner Erleichterungen bei der Steuererklärung an: „Die Steuererklärung muss einfacher werden.“ Daten, die die Behörden bereits haben, sollen nach dem Willen des Ministers künftig vorausgefüllt angeboten werden, sodass Bürgerinnen und Bürger nicht nach jeder einzelnen Information in ihren Unterlagen suchen müssten. „Wir leiten jetzt die erforderlichen Schritte ein, um diese Erleichterung schnellstmöglich in die Praxis zu bekommen.“

Offen zeigte sich Lindner zudem mit Blick auf eine dauerhafte steuerliche Absetzbarkeit für das Homeoffice: „Ich halte es für denkbar, dass wir aus der Ausnahmeregel eine dauerhafte Regel machen“, so Lindner. Man müsse das weiter beobachten.

Zahlreiche Beschäftigte wünschten sich mehr Selbstbestimmung, viele arbeiteten aber auch lieber im Büro. Die derzeitige Regelung gilt befristet für die Zeit der Pandemie.

Auch interessant: „Das Scholz Update“: FUNKE startet Kanzler-Podcast

Mehr zum Thema Steuern

(jule)

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Politik