Wahlen

Bayerische Landtagswahlen am 14. Oktober – CSU muss bangen

Horst Seehofer (l.) will CSU-Chef bleiben, Ministerpräsident soll Markus Söder werden.

Horst Seehofer (l.) will CSU-Chef bleiben, Ministerpräsident soll Markus Söder werden.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Die CSU fürchtet um ihre absolute Mehrheit, wenn am 14. Oktober ein neuer Landtag gewählt wird. Ihr Hauptgegner ist dabei die AfD.

München.  Bayern hat die Landtagswahl für den 14. Oktober anberaumt. Diesen Termin fünf Wochen nach den bayerischen Sommerferien legte die Landesregierung nach Anhörung der Landtagsparteien am Dienstag fest, wie die Staatskanzlei in München mitteilte.

Der Wahlkampf geht damit während des Oktoberfests in den Endspurt. München feiert das größte Volksfest der Welt vom 22. September bis 7. Oktober. Spitzenkandidat der CSU ist Finanzminister Markus Söder, den die Landtagsfraktion bereits vor Ende März zum Nachfolger von Ministerpräsident Horst Seehofer wählen will. Seehofer soll CSU-Chef bleiben und Bundesinnenminister werden.

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CSU muss um absolute Mehrheit fürchten

Die CSU fürchtet bei der Wahl um ihre absolute Mehrheit und hat die AfD als Hauptgegner ausgemacht. Sie konkurriert im bürgerlichen Lager mit den im Landtag vertretenen Freien Wählern sowie mit der FDP und der AfD, bei deren Einzug ins Parlament die Alleinregierung der CSU infrage steht. Die SPD zieht mit ihrer Landesvorsitzenden und Bundes-Vizechefin Natascha Kohnen an der Spitze in den Wahlkampf.

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In jüngsten Umfragen erreichte die CSU 40 Prozent an Zustimmung. Die SPD kam zuletzt auf 15 bis 16, die Grünen auf elf bis 14, die AfD auf zehn bis zwölf, FDP und Freie Wähler jeweils auf Werte um sechs Prozent. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren hatte die CSU 47,7 Prozent der Stimmen geholt. SPD, Freie Wähler und Grüne bilden die Opposition.

Außer in Bayern wird in diesem Jahr auch in Hessen gewählt. Als Termin ist der 28. Oktober vorgesehen. (rtr)