HSV – wir müssen reden

So plant HSV-Chefscout Claus Costa den Transfersommer

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HSV-Chefscout Claus Costa ist beim HSV für die Kaderplanung verantwortlich.

HSV-Chefscout Claus Costa ist beim HSV für die Kaderplanung verantwortlich.

Foto: Roland Magunia / Roland Magunia/HA

An seinem 36. Geburtstag spricht der frühere Osnabrück-Profi über das Spiel gegen seinen Ex-Club und die Probleme der Kaderplanung.

Hamburg. Als Claus Costa im August 2019 zum HSV kam, war der Kader des HSV schon fast komplett. Costa hatte als neuer Chefscout der Hamburger die Nachfolge von Johannes Spors angetreten und somit zunächst Zeit, sich um seine neue Abteilung zu kümmern. Zehn Monate später arbeitet er mit seiner Abteilung intensiv daran, den Kader für die kommende Saison zu planen.

Und das ist im Moment gar nicht so leicht. „Wir haben das Problem, dass wir nicht wissen, in welcher Liga wir nächste Saison spielen. Dementsprechend ist es nicht so einfach, sich mit potenziellen neuen Spielern zu einigen“, sagte Costa am Montag im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“.

Helfen würde dem HSV bei dieser Planung ein Sieg am Dienstag gegen den VfL Osnabrück. Costa, der am Montag 36 Jahre alt wurde, wünscht sich natürlich einen Heimsieg. Auch wenn es gegen seine alten Freunde aus Osnabrück geht. Von 2011 bis 2013 spielte Costa selbst für den kommenden HSV-Gegner, damals noch in der Dritten Liga.

HSV-Chefscout Costa plant zweigleisig

„Es sind fast alle Spieler nicht mehr da, trotzdem verfolge ich noch den Weg des VfL“, sagt Costa, der vor allem die sportliche Leitung um Trainer Daniel Thioune und Sportdirektor Benjamin Schmedes lobt. Schmedes war beim HSV der Vor-Vorgänger von Costa, ehe dieser 2017 als Manager nach Osnabrück ging.

Schmedes steht in Osnabrück vor der gleichen Herausforderung wie Costa beim HSV. Auch beim VfL weiß man noch nicht genau, in welcher Liga man in der kommenden Saison spielt. Die Hamburger bereiten sich sowohl für die Rückkehr in die Bundesliga als auch für ein drittes Jahr Zweite Liga vor. „Grundsätzlich versuchen wir möglichst zweigleisig zu planen“, sagt Costa. „Wir legen unsere Schattenkader so aus, das wir in jedem Regal und auf alle möglichen Szenarien vorbereitet sind.“

Costa arbeitet in enger Abstimmung mit Sportdirektor Michael Mutzel am neuen Kader. Warum es dabei nicht nur um Talente und Leihspieler geht, wie die Scoutingabteilung der Hamburger aufgestellt ist und welches die Kernmärkte für potenzielle Neuzugänge des HSV sind, erzählt Costa im rund einstündigen Podcast-Gespräch. Die neue Folge hören Sie hier.