Moin, liebe Leserinnen und Leser!

Ihr Matthias Iken

Den Deckel draufgemacht hat die Stadt in Schnelsen. Der erste der drei Lärmschutztunnel über der A 7 ist fertig. Heute wurde die Weströhre des rund 500 Meter langen Bauwerks feierlich eröffnet. Der Verkehr wird allerdings erst am Montag durch die Röhre gelenkt. Zunächst müssen am Wochenende noch diverse vorbereitende Arbeiten im Tunnel durchgeführt werden. Dafür wird die A 7 in diesem Bereich bis Montag um 5 Uhr komplett gesperrt.

Mehr als genervt ist das Ernst Deutsch Theater von einem Autor, dessen Stück dort eigentlich im Januar Premiere haben sollte. Nun ist „Irrwege“ von Haye van der Heyden aus dem Programm gekegelt worden. Van der Heyden soll in seiner niederländischen Heimat in einem Radiointerview geäußert haben, auch Holocaustleugner und Pädophile verdienten eine Plattform – und hatte damit einen Shitstorm ausgelöst. Nun steht alternativ auf dem Programm: "Dinge, die ich sicher weiß".

"Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" lautet eines der bekanntesten Gedichte und Volkslieder über die Loreley. Etwas wissenschaftlicher nähern wir uns dem Thema Heimat in den 100 großen Fragen des Lebens. Im Gespräch mit der Geografin Beate Ratter und der Theologin Annegret Reitz-Dinse spreche ich darüber, wie deutsch "Heimat" ist, wie uns das Gefühl prägt und ob es eines eigenen Heimatministeriums bedarf.

Unterhaltsam ist auch zu lesen, wie der Kollege Lars Haider, der uns doch noch vor zwei Wochen den Sieg von Olaf Scholz prophezeit hat, nun im Dialog mit Christoph Schwennicke zurückrudert. Offenbar versteht mein lieber Chef von der SPD so wenig wie vom Fußball. Deshalb hier die Ergebnisse: Norbert Walter-Borjans 89,2 Prozent, Saskia Esken 75,9 Prozent. Der HSV spielt erst um 18.30 Uhr gegen Heidenheim (live im TV und im Ticker auf abendblatt.de).

Es gibt Schicksale, die einen besonders bewegen. Im Magazin des Abendblatts und online lesen Sie morgen die Geschichte meiner Kollegen Peter Wenig und Mark Sandten über eine Neunjährige, die seit nunmehr 18 Monaten im UKE auf eine Herztransplantation wartet. Das Kind ist an ein Kunstherz angeschlossen, verborgen in einem 90 Kilogramm schweren großen Rollcontainer. Die Hamburger Schülerin darf die Station nicht verlassen, seit anderthalb Jahren war die Kleine nicht mehr an der frischen Luft. Der Bericht wirft ein Schlaglicht auf fehlende Organspenden in Deutschland. Im Januar will der Bundestag über ein neues Gesetz entscheiden. Nach der Lektüre wird man sagen: Endlich!

Wir lesen uns!