Es steht am Völkerkundemuseum und ist wunderschön

Hamburgs erstes chinesisches Teehaus eröffnet

Hamburgs neues chinesisches Teehaus ist fertig! Es ist ein Geschenk der Partnerstadt Shanghai und wurde gestern auch von Bürgermeister Ole von Beust eröffnet. Er sagt: "Das ist ein Stück China in unserer schönen Stadt!"

Hamburg. Direkt neben dem Völkerkundemuseum entstand der farbenfrohe Gebäudekomplex in nur einjähriger Bauzeit nach einem bekannten Vorbild in Shanghai. In dem Teehaus, einem Geschenk der chinesischen Partnerstadt, hat auch das neue "Hamburg-Shanghai Europa Tourismus Kulturzentrum" seinen Sitz. "Es ist wirklich ein Stück China in Hamburg" und vom Original kaum zu unterscheiden, sagte Bürgermeister Ole von Beust (CDU).

"Mit dem Teehaus hat Hamburg einen Ort der Begegnung, der uns die chinesische Kultur in Vorträgen, Lesungen und Ausstellungen näher bringt", betonte er. Es werde ein Treffpunkt für alle sein, die Interesse am Dialog mit China und an der Kultur des fernöstlichen Landes haben. Zudem starte von hier aus eine europaweite Kampagne für die EXPO Shanghai 2010. Auch Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) freute sich über das das "Geschenk aus Shanghai", das die kulturellen und touristischen Beziehungen der beiden Städte weiter vertiefen werde.

"Mit diesem Projekt wollen wir eine Brücke der Freundschaft zwischen Hamburg und Shanghai schlagen. Wir hoffen sehr, dass das Teehaus bei den Hamburgern großen Anklang findet", erklärte der Präsident der Shanghai Tourist, Cheng Binghai. Der Neubaukomplex auf einem 3400 Quadratmeter großen Grundstück, das Hamburg der chinesischen Partnerstadt im Rahmen des Erbbaurechts für 30 Jahre überlassen hat, ist von Freitag an für Besucher geöffnet. Zwei Wochen später soll im Teehaus auch ein chinesisches Feinschmeckerrestaurant an den Start gehen.

Kritische Töne zur Eröffnung schlug der CDU-Regierungspartner GAL an. Das Teehaus müsse auch ein Ort kritischen Dialogs sein, forderte der Grünen-Abgeordnete Andreas Waldowsky. "Wir stellen uns klar gegen die Einschüchterung von Menschenrechtsaktivisten und Rechtsanwälten, gegen Presse- und Internetzensur, gegen Zwangsarbeit sowie gegen willkürliche Haft und Folter", sagte Waldowsky. Die guten Handelsbeziehungen zu China sollten dafür genutzt werden, "um den Menschenrechtsdialog mit unseren chinesischen Partnern weiterzuentwickeln".

Mit der Veranstaltungsreihe "China Time" habe Hamburg seine China- Kompetenz in den vergangenen zwei Wochen gerade wieder unter Beweis gestellt, betonte die Hamburg Marketing GmbH. Nach mehr als 170 Veranstaltungen sei die Eröffnung des chinesischen Teehauses sicherlich der Höhepunkt der "China Time". Noch bis Sonnabend stehen Kulturveranstaltungen wie die Ausstellung "Shanghai (urban public) space" in der Hafencity auf dem Programm.