Energiepreise: Vorschlag von Berliner Finanzsenator

Zu kalt? Da reicht ein dicker Pulli

Thilo Sarrazin von der SPD hält in der Diskussion um hohe Energiepreise warme Pullover für sinnvoller als staatliche Hilfen. Und verweist auf die eigene Jugend: Denn bei Sarrazins war es nie über 16 Grad.

Düsseldorf. Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hält in der Diskussion um hohe Energiepreise warme Pullover für sinnvoller als staatliche Hilfen. "Wenn die Energiekosten so hoch sind wie die Mieten, werden sich die Menschen überlegen, ob sie mit einem dicken Pullover nicht auch bei 15 oder 16 Grad Zimmertemperatur vernünftig leben können", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". Sozialtarife für Bedürftige lehnt er ab.

"Empfängern von Arbeitslosengeld II werden die Heizkosten erstattet. Darüber hinaus sehe ich keinen Handlungsbedarf", sagte Sarrazin. Er verwies dabei auf seine eigene Jugendzeit: "Bei uns waren es zuhause immer 16 Grad. Am Morgen hat mein Vater die Koksheizung befeuert und sie erst am Abend, wenn er von der Arbeit zurückkam, wieder angemacht. Das hielt dann immer gerade für 16 Grad. Ich habe es überlebt."