Flughafen-Streik behindert Abflüge

Zahlreiche Lufthansa-Flüge wurden gestrichen. Auch auf dem Hamburger Flughafen kommt es zu erheblichen Behinderungen. Der Streik soll noch bis in die Nacht andauern.

Im Tarifkonflikt der Gewerkschaft Cockpit mit der Lufthansa-Tochter CityLine und Eurowings seit Mitternacht die rund 1000 Piloten der beiden Fluggesellschaften in einen 24-Stunden- Streik getreten. Viele Flüge von CityLine und Eurowings von deutschen Flughäfen würden voraussichtlich ausfallen oder verspätet starten, teilte Cockpit-Verhandlungsführer Markus Germann heute mit.

Betroffen seien die Flughäfen Frankfurt, Nürnberg, Düsseldorf, Hannover, Münster/Osnabrück, Bremen, Dresden, Leipzig/Halle, Stuttgart, Berlin-Tegel, Hamburg, München, Leipzig, Köln, Paderborn und Friedrichshafen.

Mit dem Streik wollen die Piloten ihrer Forderung nach einer besseren Bezahlung Nachdruck verleihen. "Wir fordern für die Piloten von Eurowings eine Angleichung der Vergütungsbedingungen an den unmittelbaren Wettbewerber CityLine", sagte Germann. Auch bei CityLine habe es in den vergangenen Jahren keine Gehaltserhöhung für das Cockpit-Personal gegeben, kritisiert die Gewerkschaft.

In Urabstimmungen hätten jeweils 99 Prozent aller stimmberechtigten Mitglieder für unbefristete Streiks votiert. Schon im Mai und Juni hatten Warnstreiks die Flugpläne von CityLine und Eurowings - ebenfalls eine Lufthansa-Beteiligung - durcheinandergewirbelt.

Auf dem Hamburger Flughafen sind seit dem Morgen zahlreiche Flüge ausgefallen oder wurden verspätet abgefertigt. Unter der u.a. Internetadresse können Sie die Abflugdaten einsehen.

Abflugplan des Airport Hamburg

( dpa, abendblatt.de )