Kieler Woche: Unfreiwilliger Höhenflug

"Power Tower": Gehilfe wird ungesichert 60 Meter in die Höhe geschleudert

Für die 15-Jährige war es nur ein schlechter Scherz, für den 43-jährigen Schaustellergehilfen waren es die wohl furchtbarsten Sekunden seines Lebens.

Kiel. Wegen eines schlechten Scherzes einer 15-Jährigen ist ein Schaustellergehilfe auf der Kieler Woche rund 60 Meter ungesichert in die Höhe geschleudert worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, kontrollierte der 43-Jährige am Sonntagabend in der Gondel eines Freifallturms den Sicherheitsbügel des Mädchens, als dieses ihn plötzlich mit den Worten "Jetzt fährst du mit!" aus Spaß umklammerte. In diesem Moment schoss die Gondel des sogenannten "Power Tower" nach oben.

Der 43-Jährige schaffte es laut Polizei, sich während der Fahrt, bei der er in Sekundenschnelle fast 60 Meter in die Höhe katapultiert wurde, von außen am Sicherheitsbügel festzuhalten. Zudem hielten ihn zwei Fahrgäste an seiner Kleidung fest, so dass er den unfreiwilligen Höhenflug unverletzt überlebte. Gegen die 15-Jährige erging am Montag Strafanzeige wegen Verdachts der Nötigung.

Weniger glimpflich ging dagegen für einen 18-Jährigen ein Zwischenfall in einem Hochseilgarten auf der Kieler Woche aus: Er stürzte am Sonntag aus sieben Meter Höhe ab, nachdem ein Drahtseil gerissen war, und wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Hochseilgarten wird inzwischen abgebaut.