Formel 1: Wegen finanzieller Schwierigkeiten

Rennstall Super Aguri zieht sich zurück

Schon am kommenden Sonntag beim Großen Preis der Türkei werden nur noch zehn Teams an den Start gehen.

Hamburg. Nach dem sofortigen Rückzug des finanziell angeschlagenen Rennstalls Super Aguri sind in der Formel 1 künftig nur noch zehn Teams am Start. Teamchef Aguri Suzuki gab am Dienstag "mit Bedauern" das Ende des Rennstalls bekannt. Schon beim Großen Preis der Türkei in Istanbul am kommenden Sonntag wird Super Aguri nicht mehr dabei sein. Das Team, das bislang vom japanischen Automobil-Hersteller und Formel-1-Konkurrenten Honda unterstützt wurde, kämpfte nach dem Rückzug eines Großsponsors seit Monaten um das Überleben.

Verhandlungen mit einer Investoren-Gruppe über einen Kauf waren im vergangenen Monat gescheitert. Auch die Übernahme-Gespräche mit einer deutschen Unternehmens-Gruppe brachten offensichtlich keinen Erfolg. "Wir finden es nun schwierig, mit unseren Aktivitäten in diesem Umfeld, das die Formel 1 umgibt, fortzufahren", begründete Teamchef Suzuki die Entscheidung für einen Rückzug.

Super Aguri hatte am 12. März 2006 in Australien sein Formel-1- Debüt gefeiert. Trotz der Geldnöte, die sich schon vor Beginn dieser Saison abzeichneten, war das Team in den ersten vier Rennen 2008 mit dem Japaner Takuma Sato und dem Briten Anthony Davidson an den Start gegangen. Beide Piloten schafften es mit ihren unterlegenen Boliden jedoch nicht in die WM-Punkte.