Heath Ledger in aller Stille beigesetzt

Rund drei Wochen nach seinem Medikamententod ist der australische Schauspieler Heath Ledger in aller Stille in seiner Heimatstadt Perth bestattet worden.

Perth. An seiner Einäscherung in einem nahegelegenen Krematorium nahmen am Sonnabend nur seine Angehörigen und engste Freunde teil. Rund 500 Menschen, darunter seine Kollegin Cate Blanchett, seine frühere Verlobte Michelle Williams und seine Freundin, Supermodel Gemma Ward, nahmen zuvor bei einer Trauerfeier Abschied von Ledger, der Ende Januar im Alter von 28 Jahren an einer versehentlichen Medikamenten-Überdosis gestorben war. Später wollten sie im Sonnenuntergang Trauerwache an seinem Lieblingsstrand halten.

Mit einer Polizeieskorte traf Williams in Begleitung von Ledgers Eltern und seiner Schwester Kate zu der Trauerfeier vor einer Schule in Perth ein. Die Schauspielerin kam ohne ihre zweijährige Tochter Matilda, dem Kind des Verstorbenen. Zu Beginn der Zeremonie erklang ein traditionelles Trauerlied der Aborigines, anschließend erinnerten Blanchett und Ledgers Familie in ergreifenden Reden an den Toten. Kurz vor Beginn der Trauerfeierlichkeiten hatte Ledgers Vater die vor dem Haus der Familie wartenden Medienvertreter gebeten, die Privatsphäre der Familie zu achten: "Dies ist eine traurige Zeit, und wir haben auch so schon Schwierigkeiten, damit klarzukommen", sagte Kim Ledger.

Ledger galt allgemein als natürliches Schauspieltalent und der kommende Star in Hollywood. Weltberühmt wurde er in seiner Rolle als schwuler Cowboy in "Brokeback Mountain". Er starb am 22. Januar in seiner New Yorker Wohnung - nach Angaben der Behörden hatte er sich unabsichtlich selbst mit einer Kombination aus rezeptpflichtigen Antidepressiva, Schlaf- und Beruhigungsmitteln vergiftet. In Interviews hatte er kurz vorher noch erzählt, dass er während der Dreharbeiten zu seinem letzten Film, der Batman-Fortsetzung "The Dark Knight", unter schweren Schlafstörungen litt. Seine Rolle als Joker belastete ihn sehr.

Die Nachricht von seinem Tod löste in Hollywood einen Schock aus. Zu einer Trauerfeier dort kamen Weltstars wie Tom Cruise und Lindsay Lohan. Die große Anteilnahme habe ihnen Halt gegeben, sagte Ledgers Vater. "Die meisten Familien in unserer Lage erfahren keine derartig überwältigende Unterstützung".