Der Kameramann Laszló Kovacs ist tot

Der Ungar machte in Hollywood mit Filmen wie "Easy Rider" und "Paper Moon" Karriere. Er starb im Alter von 74 Jahren in seinem Haus in Beverly Hills.

Los Angeles. Das Filmblatt "Hollywood Reporter" berichtet, Kovacs sei am vergangenen Sonnabend im Schlaf gestorben. Der Kameramann hatte in den 50er Jahren in Budapest Film studiert, 1956 den Volksaufstand gegen die kommunistische Herrschaft mit versteckter Kamera gefilmt und war dann nach Österreich geflüchtet. Ein Jahr später kam er als politischer Flüchtling in die USA.

Mit der Kameraarbeit für den Kultfilm "Easy Rider" (1969) wurde Kovacs in Hollywood schlagartig berühmt. Fortan arbeitete er mit hochrangigen Regisseuren, darunter Peter Bogdanovich ("Is' was, Doc?", "Paper Moon", "Die Maske"), Hal Ashby ("Shampoo") und Martin Scorsese ("New York, New York"). Zu seinen über 60 Filmen zählen auch "Ghostbusters" und "Ein Chef zum Verlieben". 2002 wurde er vom US-Verband "American Society of Cinematographers" mit einem Preis für sein Lebenswerk geehrt.