Stationen im Leben von Christian Klar

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Berlin. Der ehemalige RAF-Terrorist Christian Klar (54) ist seit mehr als 24 Jahren inhaftiert. Wichtige Stationen seines Lebens:

20.5.1952: Klar wird in Freiburg im Breisgau geboren. Anfang der 70er Jahre ist er in Heidelberg für Philosophie und Geschichte eingeschrieben.

1976: Klar schließt sich der Roten Armee Fraktion (RAF) an und geht in die Illegalität.

7.4.1977: Generalbundesanwalt Siegfried Buback wird ermordet. Klar ist an der Tat beteiligt, die genauen Hintergründe sind bis heute unklar. Im gleichen Jahr werden Arbeitgeber-Präsident Hanns Martin Schleyer und Jürgen Ponto (Vorstandssprecher Dresdner Bank) ermordet. Auch diese Taten werden Klar zur Last gelegt.

15.9.1981: Mit einer Panzerfaust verübt Klar ein Attentat auf den US- General Frederick Kroesen. Kroesen überlebt.

16.11.1982: Klar wird in der Nähe von Hamburg verhaftet.

2.4.1985: Wegen neunfachen Mords und elffachen Mordversuchs wird Klar zu fünf Mal lebenslanger Haft plus 15 Jahre verurteilt.

1992: Klar wird die Beteiligung an einem Banküberfall in der Schweiz im Jahr 1979 nachgewiesen. Ein Stuttgarter Gericht verurteilt ihn neuerlich zu lebenslang.

25.4.1998: Die RAF löst sich offiziell auf.

2003: Klar reicht beim damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau ein Gnadengesuch ein. Er schreibt unter anderem: "Ich verstehe die Gefühle der Opfer und bedaure das Leid dieser Menschen." Rau entscheidet nicht über das Gesuch.

2006: Der "Spiegel" berichtet, Bundespräsident Horst Köhler erwäge eine Begnadigung Klars.

Februar 2007: Die ehemalige RAF-Terroristin Brigitte Mohnhaupt kommt nach mehr als 24 Jahren im Gefängnis frei. Es wird diskutiert, ob der mittlerweile 54 Jahre alte Klar durch eine Begnadigung frei kommen darf. Klar bekommt Hafterleichterungen bewilligt.

7.5.2007: Bundespräsident Horst Köhler lehnt Klars Gnadengesuch nach Kritik an aktuellen kapitalismuskritischen Äußerungen des Ex- Terroristen und heftigen innenpolitischen Debatten ab.

( dpa )