Präsident: Iran kann sich selbst mit Nuklear-Brennstoff versorgen

Der Iran ist nach den Worten seines Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad jetzt in der Lage, sich selbst mit atomaren Brennstoff für Kernkraftwerke zu versorgen. „Der Iran steht seit heute auf der Liste derjenigen Staaten, die in der Lage sind, nuklearen Brennstoff herzustellen“, sagte der Präsident am Montag in einer Rede in der zentraliranischen Nuklearanlage Natans.

Der Iran werde bestimmten westlichen Staaten nicht gestatten, diese Fähigkeiten zu unterlaufen", fügte er hinzu. Ahmadinedschad kritisierte zugleich erneut die von den Vereinten Nationen (UN) im Atomstreit mit Teheran beschlossenen Sanktionen und bekräftigte das Recht seines Landes auf friedliche Nutzung der Kernenergie.

Der Weltsicherheitsrat hatte vor rund zwei Wochen einstimmig eine Resolution gegen den Iran verabschiedet, die ein Waffenembargo, Reisebeschränkungen und das Einfrieren von Auslandsgeldern vorsieht. Sollte der Iran seine Urananreicherung nicht wie gefordert innerhalb von 60 Tagen einstellen, drohten "weitere angemessene Maßnahmen". Die UN fürchten, dass der Iran mit Hilfe der Kernenergie nicht nur Strom gewinnen will, sondern am Bau von Atombomben arbeitet. Diesen Verdacht hat Teheran stets entschieden zurückgewiesen. Die neue UN- Resolution verschärfte damit die Strafmaßnahmen, die der Sicherheitsrat bereits im Dezember verhängt hatte.