Zahlreiche Brände im Norden

Mann stirbt bei Feuer in Hamburg

Die Feuerwehren in Hamburg und Schleswig-Holstein mussten über die Ostertage zu zahlreichen Bränden ausrücken. Das folgenschwerste Feuer ereignete sich bereits am Karfreitag in der Hansestadt. In einem Mehrfamilienhaus in Hamm starb ein 51 Jahre alter Mann.

Nach Angaben der Polizei hatte ein Nachbar bemerkt, dass Rauch aus der Wohnung des Opfers drang und die Feuerwehr verständigt. Die Beamten öffneten die Wohnungstür und entdeckten den Mieter tot in seinem Wohnzimmer. Während der Löscharbeiten mussten 20 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Nach ersten Erkenntnissen hatte das Feuer eine technische Ursache.

Wegen eines Brandes im Krankenhaus Elmshorn (Kreis Pinneberg) mussten der Nacht zu Karfreitag 30 Patienten in Sicherheit gebracht worden. Niemand wurde verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr schoben Ärzte, Pfleger und Schwestern die Patienten in ihren Betten noch vor dem Einreffen der Rettungskräfte aus dem Gefahrenbereich. Das Feuer war aus unbekannter Ursache kurz vor Mitternacht im Schwesternzimmer einer Station im zweiten Stock des Gebäudes ausgebrochen. Zur Schadenshöhe gab es zunächst keine Angaben.

Durch den starken Rauch einer brennenden Matratze wurden am Ostersonntag in Lauenburg drei Menschen leicht verletzt. Wie ein Feuerwehrsprecher berichtete, war die Matratze am Morgen aus noch ungeklärten Gründen in einem Zimmer in einem Mehrfamilienhaus in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden.

Eine mehr als 200 Jahre alte Reetdachkate brannte in der Nacht zu Samstag in Achterwehr (Kreis Rendsburg-Eckernförde) ab. Nach Polizeiangaben wurden die Hausbewohner nicht verletzt, zwei Nachbarn wurden mit Schock im Krankenhaus behandelt. Die Ursache für das Feuer und die Schadenshöhe waren zunächst nicht bekannt.

Ein Feuer zerstörte in der Nacht zu Samstag ein Museumshaus in Glücksburg (Kreis Schleswig-Flensburg). Nach Angaben der Polizei wurde das Feuer in einem nachgebauten Haus aus der Eisenzeit vermutlich durch Brandstiftung verursacht. Verletzt wurde niemand. Das reetgedeckte Haus bestand teilweise aus Holz und gehörte zu einer dänischen Schule. Der Schaden beträgt nach Schätzungen mehr als 150 000 Euro.