Bundeswehr: Alte Feldwebel in der Überzahl

Wegtreten zur Frühpension

Das Verteidigungsministerium plant bis zu 4200 Soldaten, die älter als 50 Jahre sind, vorzeitig in den Ruhestand zu entlassen.

Hannover. Die Bundeswehr plant für tausende Soldaten die Frühpensionierung. Das Verteidigungsministerium wolle bis zu 4200 Soldaten, die 50 Jahre oder älter sind, vorzeitig in den Ruhestand entlassen, berichtete die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" am Montag. Zur Begründung verweist das Ministerium demnach darauf, dass es in der Bundeswehr einen "Überhang" älterer Feldwebel gebe. Viele jüngere Berufssoldaten seien frustriert, weil sie wegen der hohen Zahl von älteren Feldwebeln nicht in besser bezahlte Positionen befördert werden könnten. Bisher werden Feldwebel mit Vollendung des 53. Lebensjahres pensioniert, Hauptleute mit 54, Oberste spätestens mit 61 und Generale mit 62 Jahren.

Widerstand gegen eine groß angelegte Frühpensionierung von Soldaten kommt laut "Hannoverscher Allgemeiner Zeitung" allerdings aus dem Bundesarbeitsministerium, offenbar besonders mit Blick auf die Heraufsetzung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre und den Abbau von Vorruhestandsregelungen in der Wirtschaft. Interne Berechnungen ergaben dem Blatt zufolge zudem, dass der Bund bis zu 109,9 Millionen Euro aufbringen müsste, wenn die 2006 abgelaufenen Vorschriften für die Frühpensionierung von 4200 Soldaten bis Ende 2011 verlängert würden.

( afp )