Harburg

"Geht stehlen statt wählen": Farbanschlag auf Parteibüros

Gleich drei Parteien sind von den Schmierereien betroffen. Der Staatsschutz ermittelt. Die Polizei sucht Zeugen.

Hamburg. Eine böse Osterüberraschung haben mehrere Politiker in Hamburg-Harburg erlebt. Unbekannte hatten in der Nacht zum Sonntag die Parteibüros von Grünen, der Linken und der Neuen Liberalen beschmiert. Sie hinterließen neben dem Anarcho-A Sprüche wie "Geht stehlen statt wählen", "Kapitalistenschweine", "I hate politics", "Fuck Moorburg" und "Gegen jede Regierung" auf Scheiben und Fassaden. Am Sitz der Grünen-Bezirksfraktion wurde zudem eine Scheibe zerkratzt.

Die Parteibüros in der Schwarzenbergstraße und dem Wallgraben liegen nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt. Die Hintergründe des Farbanschlags sind unklar, der Staatsschutz ermittelt – bislang noch ohne Erfolg.

Polizei bittet um Hinweise

"Ein solcher Anschlag kann kein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein, sondern ist einfach nur ärgerlich und feige", sagte Sabine Boeddinghaus, Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion der Linken, dem Abendblatt. Die Fensterfront an ihrem Wahlkreisbüro im Wallgraben war erst kürzlich ausgetauscht und neu beschriftet worden.

Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise unter Telefon 040 4286-56789.