Hamburg

Farbanschlag auf Amtsgericht Harburg – wegen G20?

Unbekannte haben das Amtsgericht Harburg mit Farbbeuteln beworfen.

Unbekannte haben das Amtsgericht Harburg mit Farbbeuteln beworfen.

Foto: Andre Zand-Vakili

Unbekannte haben die Fassade beschädigt und Scheiben zerschmissen. Die Polizei sucht nach Zeugen. Bekennerschreiben aufgetaucht.

Hamburg. Unbekannte haben einen Farbanschlag auf das Amtsgericht Harburg verübt. Sie bewarfen die Fassade des Gebäudes an der Buxtehuder Straße rund um das Eingangsportal mit Bitumenfarbe und beschädigten die Scheiben im Erdgeschoss mit Steinwürfen. Außerdem besprühten sie die Fassade mit einem „Anarcho-A". Die Täter stammen nach ersten Erkenntnissen aus der autonomen Szene.

Ein Bekennerschreiben, das im Internet veröffentlich wurde, erhärtet diesen Verdacht. In dem Schreiben verweisen die Verfasser auch auf dieProzesse gegen G20-Randalierer. Wörtlich heißt es darin: "Mit diesem Angriff senden wir Grüße an die fünf Angeklagten im G20-Verfahren bezüglich der Angriffe in der Elbchaussee. Auch grüßen wir die Leute, die Feuer im Amtsgericht Berlin-Wedding legten und damit einen offensiven Impuls in die Prozessbegleitung gegeben haben."

Die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes ermittelt. Da bislang noch keine konkreten Hinweise auf den oder die Täter vorliegen, bittet die Polizei die Bevölkerung um Mithilfe. Wer einen Hinweis hat, kann sich unter der Nummer 040/4286-56789 bei der Polizei melden.

( zv/HA )

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