Hamburg

Freikarten-Affäre: Staatsanwaltschaft klagt Staatsrätin an

Rolling Stones im Stadtpark: Senat entlässt Elke Badde in den einstweiligen Ruhestand

Hamburg.  In der Affäre um Karten für das Rolling-Stones-Konzert am 9. September 2017 im Hamburger Stadtpark hat der Senat Gesundheitsstaatsrätin Elke Badde (SPD) in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Die Staatsanwaltschaft habe mitgeteilt, dass sie gegen Badde Anklage wegen Vorteilsannahme und Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat erhebe, hieß es.

Laut Staatsanwaltschaft hatte Badde zwei Karten einschließlich vergünstigter Gebühren für 357,50 Euro gekauft. Die Tickets stammten aus einem Kontingent von 300 Kauf- und 100 Freikarten, die der frühere Leiter des Bezirksamts Nord, Harald Rösler (SPD), vom Veranstalter „verlangt“ haben soll. Gegen Rösler und dessen gewählte Nachfolgerin Yvonne Nische (SPD) laufen ebenfalls Ermittlungen. Rösler soll Badde, damals seine Vorgesetzte, ein rückdatiertes Schreiben vorgelegt haben, worin sie ihm unter anderem den kostenlosen Besuch des Konzerts erlaubt haben soll. Für die Genehmigung des Konzerts war das Bezirksamt Nord zuständig.

Seite 11 Die Freikarten-Affäre