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Neuer Angriff auf die Play-offs

Wedel mit neuem Personal in der Pro B

Eine ordentliche Saisonvorbereitung des SC Rist Wedel wurde von schweren Verletzungen überschattet. Neuzugang Jusuf El-Domiaty verpasst die komplette Saison aufgrund eines Knorpelschadens im Knie. Der neuverpflichtete US-Amerikaner Jett Speelman (Knorpelschaden im Sprunggelenk) musste verletzt abreisen, für ihn stieß Ryan Logan (ebenfalls US-Amerikaner aus dem Bundesstaat Ohio) zu den Pro B-Basketballern. In der Vorsaison war er noch in der 1. luxemburgischen Liga für den BBC US Heffingen aktiv und kam auf starke Mittelwerte von 22,8 Punkten und 9,2 Rebounds pro Spiel. Mit 34,8 Prozent getroffenen Drei-Punkte-Würfen überzeugte Logan auch aus der Distanz.

„Wir bereiten uns als Mannschaft seit Wochen vor, Ryan ist jetzt erst seit ein paar Tagen da. Es braucht ein bisschen Zeit, ehe er sich richtig eingewöhnt hat. Wir versuchen natürlich, ihm dabei so gut wie möglich zu helfen“, sagt Rist-Headcoach Felix Banobre über seinen Innenspieler.

Zuletzt erwischte es noch Center Nicolas Schümann (Bänderriss und Knochenabsplitterung im Sprunggelenk), der nun vorläufig bis Weihnachten durch Jan-Christian Both (VfL Stade) ersetzt wird. Man müsse sich mit der Situation abfinden. „Die Mannschaft hat in der Vorbereitung gut trainiert“, sagt Banobre, der auch die gute Zusammenarbeit in der Vorbereitung mit Kooperationspartner Hamburg Towers (Pro A) hervorhebt.

Gleich fünf erfahrene Basketballerverließen den SC Rist

Nach der vergangenen Saison, die für die Wedeler mit dem Klassenerhalt durch Platz eins in der Abstiegsrunde endete, verließ mit Kapitän Fabian Strauß, Jens Hirschberg, Steffen Kiese, Vincent Kittmann und Paul Owusu langjährige Pro B-Erfahrung oder darüber hinausgehend das Team.

Neu dabei ist jetzt Malo Valérien, der vom Pro A-Vertreter Nürnberg Falcons nach Wedel wechselt und 2014 im Meisterkader des Bundesligisten FC Bayern München stand. Er ist der Enkel des 2012 verstorbenen Sportreporters Harry Valérien. Lars Kamp (Towers), der schon die vergangenen beiden Spielzeiten mit einer Doppellizenz in Wedel aktiv war, ist nun fest beim SC Rist. In der Saison 2017/18 waren es für ihn allerdings lediglich drei Einsätze im gelb-grünen Trikot. Aleksandar Postic (eigene zweite Mannschaft) ist der fünfte neue Akteur im Rist-Kader.

„Die Mannschaften und die Liga insgesamt werden immer stärker. Ich glaube, es wird eine schwere Saison, denn die Nordstaffel ist sehr stark in diesem Jahr“, sagt Banobre. Er möchte keine Prognose für das Abschneiden in der Pro B abgeben.

Schließlich könne man nicht vorhersehen, wie sich die Saison entwickeln werde. „Noch mehr als zuvor muss unsere Vorgehensweise lauten, dass wir immer nur von Spiel zu Spiel schauen“, erklärt der Spanier, der in seine dritte Saison als Cheftrainer des SC Rist geht.

Naturgemäß ist der Klassenerhalt in Deutschlands dritthöchster Spielklasse das Ziel eines eher finanzschwachen Clubs wie dem SC Rist Wedel. Automatisch klappt dieser mit einer Tabellenplatzierung unter den ersten acht Teams nach den 22 Spieltagen der Hauptrunde. Die Play-offs (Aufstiegsrunde) werden dann mit den ersten acht Mannschaften der Südstaffel ausgespielt.

Die restlichen vier Mannschaften ermitteln staffelintern zwei Absteiger in die Regionalliga. Aber dieses Szenario, das erst Ende Februar 2019 eintritt, ist vor dem ersten Heimspiel gegen EN Baskets Schwelm noch weit entfernt.

Kurz- und mittelfristig arbeiten die „Risters“ jedoch fleißig daran, ihre Spieler für die ersten Herren selbst auszubilden. Unter Ex-Spieler Strauß, der nun hauptamtlich als Rist-Jugendcoach arbeitet, gelang dem U16-Team der Sprung in die Jugendbasketballbundesliga. Im zweiten Rist-Team (2. Regionalliga-Nord) sollen sich die Akteure unter Headcoach Torben Haase ebenfalls für höhere Aufgaben empfehlen.