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Klövensteen: Kienscherf für Fairness

Beim Besuch des Wildgeheges ermahnte der SPD-Fraktionschef die Kontrahenten

rissen. Dirk Kienscherf, Chef der SPD-Bürgerschaftsfraktion hat sich jetzt in den schon länger schwelenden Streit um die Umgestaltung des Wildgeheges Klövensteen eingeschaltet. Im Rahmen einer „Sommertour“ durch den Hamburger Westen besichtigte Kienscherf die Anlage und sprach anschließend mit Beteiligten des Planungsprozesses. Nach einem knapp halbstündigen Rundgang durch die Anlage mit dem Leiter des Wildgeheges, Michael Delling, zeigte sich Kienscherf beeindruckt vom Tierbestand vor Ort.

Wie berichtet, soll das Wildgehege für voraussichtlich rund 33 Millionen Euro umgestaltet und so zukunftsfähig gemacht werden. Initiiert wurde das Projekt primär vom Bezirksamt Hamburg-Altona und dem Förderverein Klövensteen. Gegen die Umgestaltung in der geplanten Form wendet sich vor allem die Initiative Klövensteensollleben, die dagegen unter anderem mit Unterschriftensammlungen zu Felde zieht. Aktuell ringt die Arbeitsgruppe „Masterplan Wildgehege“ um eine Lösung.

Kienscherf fordert jetzt alle Gruppierungen auf, sich wieder aufeinander zuzubewegen und nicht zuzulassen, dass sich „die Fronten weiter verhärten“. Das sei eine Frage des gegenseitigen Respekts und der Fairness. Dabei unterstrich er insbesondere die pädagogische Bedeutung der Einrichtung für Kinder und Jugendliche, denen im Wildgehege die Natur nahegebracht werde. Jens-Joachim Sturzenbecher vom Förderverein Klövensteen und Altonas stellvertretender Bezirksamtsleiter Kersten Albers unterstrichen im Gespräch mit Kienscherf noch einmal, dass der aktuelle Masterplan eine Diskussionsgrundlage sei und es für alle Interessierten noch genug Möglichkeiten der aktiven Teilhabe geben werde. Möglicherweise hätte man das im Vorfeld noch deutlicher kommunizieren müssen, so Sturzenbecher. Ein von den Gegnern vorab skizziertes „Disneyland“ werde es vor Ort keinesfalls geben. Kersten Albers machte deutlich, dass es möglichst bald Planungssicherheit geben müsse, weil es auch darum gehe, finanzkräftige Partner zur Finanzierung mit ins Boot zu holen. Die Bürgerschaftsabgeordneten Anne Krischok und Frank Schmitt (beide SPD), die Kienscherf zu dem Besuch eingeladen hatten, unterstützen die Umsetzung des Masterplans.

Beide zeigten sich zuversichtlich, dass die bestehenden „Missverständnisse“ aus dem Weg geräumt werden könnten.