Hamburg

Grimms Märchenwelten – neue Attraktion in der HafenCity

Interaktive Multimedia-Ausstellung soll im Frühjahr 2019 öffnen. Besucher müssen selbst Abenteuer bestehen

Hamburg.  Von „Rapunzel“ bis zu „Hänsel und Gretel“, von „Aschenputtel“ bis zu „Frau Holle“: Die mehr als 200 Jahre alten Märchen der Brüder Grimm kennt jedes Kind. Nun soll ihnen in Hamburg auf 3000 Quadratmetern eine multimedial-interaktive Dau­erausstellung gewidmet werden.

Wie das Abendblatt exklusiv erfuhr, wird Ende des ersten Quartals 2019 auf dem Baakenhöft in der HafenCity zunächst eine mobile Eventhalle Standort für die „Märchenwelten“ sein, 2022 soll dann der Umzug an den finalen Standort am Strandkai nahe der Elbphilharmonie erfolgen.

Mit etwa 300.000 Besuchern jährlich kalkulieren die Organisatoren, zu denen unter anderem der kinoerfahrene Produktionsdesigner und Artdirector Matthias Kammermeier sowie Carolin Ngo, die ehemalige Leiterin der Kunstmeile Hamburg, gehören. Im Mittelpunkt steht weniger die klassische Märchenhandlung als eine aktive Auseinandersetzung mit den Gefühlen und Werten, die diese Märchen transportieren. Es geht um Mut und Furcht, Liebe und Verrat. In einem 90-minütigen individualisierten Rundgang durch die Ausstellung müssen die Besucher selbst Abenteuer bestehen und Entscheidungen treffen. Jeder erlebe so „sein eigenes Märchen“.

Auch ein thematisch passender Gastronomiebereich mit 200 Plätzen und ein interaktives Grimm-Museum sind Teil des Konzepts, an dem seit 2014 gearbeitet wird. Die Ausstellung soll bis auf Heiligabend und Silvester täglich geöffnet sein, Karten kosten vermutlich zwischen 14 und 20 Euro.

Das Areal am Strandkai, eine der Top-Lagen in der HafenCity, hat die Märchenwelten AG für zunächst zehn Jahre gemietet, es gibt eine Verlängerungsoption über weitere fünf Jahre. Das Investitionsvolumen liegt „im hohen siebenstelligen Bereich“, also bei fast zehn Millionen Euro. Zu den Geldgebern gehört die Unicredit Bank AG.

Die Brüder-Grimm-Show verspricht spektakuläre audiovisuelle Animationen, für die unter anderem die in der Branche hoch gehandelte Berliner Firma Tamschick Media+Space verantwortlich ist, die auch schon in China, Korea den USA und Spanien große Multimedia-Projekte erfolgreich umgesetzt hat.

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