Berlin

Ärzte wollen Vorgaben für gesundes Essen

Berlin. Ein Bündnis aus Ärzten, Krankenkassen und Fachorganisationen fordert einen besseren Schutz vor ungesunden Lebensmitteln. „Bitte machen Sie Ernst mit der Prävention von Adipositas, Typ-2-Diabetes und anderen chronischen Krankheiten“, heißt es in einem offenen Brief an die Bundesregierung, den Initiatoren und Unterstützer am Mittwoch in Berlin vorstellten. Sie bekräftigen darin unter anderem die Forderung nach einer Lebensmittel-Ampel, Beschränkungen für an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung und einer Zucker-Steuer auf gesüßte Getränke. Hinter der Aktion, die vom TV-Arzt Eckart von Hirschhausen unterstützt wird, stehen der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVJK), die Deutsche Diabetes-Gesellschaft und die Organisation Foodwatch. „Wir haben einfach keine Geduld mehr“, sagte BVJK-Präsident Thomas Fischbach. Die Ärzte sähen, dass die Gesundheit der Menschen in Deutschland drastisch leide. Die Forderungen stünden teils schon seit Jahren im Raum, doch die Bundesregierung setze weiter auf freiwillige Vereinbarungen mit der Lebensmittelindustrie und Programme zur Ernährungsbildung.