Hamburg

Probleme bei zwei Airbus-Typen: 3600 Jobs bedroht

Am Mittwoch will der Konzern den Betriebsrat informieren. Es geht um A400M und A380

Hamburg. Bei Airbus stehen offenbar Stellenstreichungen wegen der Pro­bleme mit zwei Flugzeugtypen des Konzerns an. „Die Geschäftsleitung will am Mittwoch mit dem Europäischen Betriebsrat sprechen, wobei es um die Flugzeugprogramme A400M und A380 gehen soll“, sagte Heiko Messerschmidt, Sprecher der IG Metall Küste. Bei beiden wird die Produktion verringert.

Das französische Wirtschaftsmagazin „Challenges“ hatte berichtet, der Konzern wolle 3600 Arbeitsplätze streichen oder verlegen. Im Visier habe Airbus vor allem die Standorte in Bremen, Augsburg, im spanischen Sevilla sowie im britischen Filton. Die Werke in Hamburg und Stade könnten ebenfalls betroffen sein, hieß es in dem Magazin.

Der Flugzeugbauer äußerte sich nicht zu diesen Einzelheiten. Nach dem Treffen mit dem Betriebsrat werde man die Öffentlichkeit informieren, sagte ein Sprecher. Außerdem hieß es: „Wir sind immer bemüht, die besten Lösungen für unsere Beschäftigten zu finden.“

Hauptsächlich sind offenbar Werke betroffen, die am Bau des von Verzögerungen und hohen Mehrkosten geplagten Militärtransporters A400M beteiligt sind. Er wird in Sevilla endmontiert, Bremen fertigt große Teil des Rumpfs. Hamburg ist in dieses Programm nicht maßgeblich eingebunden. Ohnehin sind betriebsbedingte Kündigungen in der deutschen Airbus-Stammbelegschaft bis Ende 2020 ausgeschlossen.

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